In zwei von drei Gemeinden fällt die Kirchenwahl aus

dzEvangelische Kirche

Eigentlich sollten am 1. März 12.000 Kamener Protestanten zur Kirchenwahl gehen. Doch dazu wird es nicht kommen. Denn in zwei Gemeinden fällt der Gang zur Urne aus.

Kamen

, 11.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 1. März werden in den evangelischen Gemeinden neue Kirchenvorstände, also Presbyterien gewählt – oder auch nicht. Tatsächlich steht das Presbyterium in zwei evangelischen Kirchegemeinden in Kamen schon so gut wie fest. In Heeren-Werve und in Kamen wird es allem Anschein nach dieses Jahr keinen Urnengang geben.

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Im November vergangenen Jahres riefen die Gemeinden ihre Mitglieder dazu auf, Wahlvorschläge einzureichen. Bis Freitag lief die Frist bis zur offiziellen Abkündigung des Wahlvorschlages ab. Davor hatten Gemeindemitglieder noch die Möglichkeit, Beschwerden gegen die Kandidaten einzureichen.

Da es keine Beschwerde gab, stehen die Kandidaten also nun fest. Zur Wahl antreten müssen in Kamen aber nicht alle von ihnen. Denn in zwei Gemeinden wird es in diesem Jahr nicht zu einer Wahl kommen.

In der Kirchengemeinde Kamen und in der Kirchengemeinde Heeren-Werve gibt es genau so viele Kandidaten wie Plätze zu vergeben sind. Nur in Methler kommt es zum Urnengang.

Junge Kandidaten wollen ins Presbyterium

Ev. Gemeinde Methler


14 Kandidaten für 12 Plätze

  • Werner Meier
  • Klaus Fass
  • Susanne Baumert
  • Annette Wortmann
  • Annette Teschke
  • Sabine Heß
  • Sabine Schwarz
  • Liselotte Engelmann
  • Christian Robbert
  • Karl-Heinz Schonert
  • Nathalie Böse
  • Corinna Pluner
  • Fabian Knarck
  • Anne Flöcke

Pfarrer Andreas Dietrich, zuständiger Wahlleiter in der Evangelischen Kirchengemeinde Kamen, ist zufrieden damit, dass dieses Jahr nicht gewählt wird.

18 seiner 19 Presbyter bleiben der Gemeinde in den kommenden vier Jahren erhalten und es gibt genau eine neue Kandidatin. Damit sind alle 19 Plätze besetzt.

Dietrich freut sich einerseits über die Konstanz, die durch den Verbleib der meisten Mitglieder entsteht. Es spreche auch für die Gemeinde, dass die Presbyter sich weiter Zeit für ihre Aufgaben nehmen wollen. Doch auch über den Neuzugang freut Dietrich sich. Mit einer 20-jährigen Studentin erfüllt sich der Wunsch, das Gemeindeleben gemeinsam mit der jungen Generation zu gestalten.

Über junge Neuzugänge freut sich auch Pfarrerin Andrea Mensing aus der Gemeinde in Heeren-Werve. In ihrer Gemeinde scheiden drei von insgesamt acht Presbytern aus. Auf die drei frei werdenden Plätze haben sich drei neue Kandidaten beworben.

Eine Kandidatin ist Mitte 20, die anderen sind Mitte 30 und Mitte 40 – was für einen Presbyter ebenfalls noch jung ist. Durchschnittlich sind die Kirchenvorständler laut Mensig über 60 Jahre alt. Auch Mensing ist zufrieden mit dem Stand der Dinge. „Es ist toll, dass junge Leute dazukommen. Da ist Bewegung drin“, so Mensing.

In Methler gibt es am 1. März eine Wahl zum Kirchenvorstand

Ev. Gemeinde Heeren-Werve


Acht Kandidaten

In Heeren-Werve bewerben sich acht Kandidaten auf acht Plätze. Es wird also nicht zur Wahl kommen.
  • Christine Droste
  • Wilm Droste
  • Dorothea von Plettenberg
  • Harald Geier
  • Manuela Kasperidus
  • Herbert Krollmann
  • Karin Möllmann
  • Joachim Röhrich
(Die Ev. Gemeinde Kamen wird ihre Kandidaten in der kommenden Woche veröffentlichen.)

Ebenfalls Bewegung gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Methler, denn dort wird am 1. März gewählt, wie Pfarrer Jochen Voigt verkündet. Von zwölf Stellen müssen zwei neu besetzt werden. Zur Wahl stehen 14 Kandidaten. Fünf davon sind neue Kandidaten.

Damit, dass das Presbyterium demokratisch neu gewählt wird, zeigt sich Voigt sehr zufrieden. Auch, dass es nicht nur eine Person gibt, die am Ende der Wahl leer ausgeht, ist für ihn erfreulich. Dass nur eine Person am Ende übrig bleibt, versuche man immer zu vermeiden.

Für die Anwärter, die keinen Platz im Kirchenvorstand erhalten, will sich Voigt dennoch einsetzen. Sie könnten etwa als sachkundiges Gemeindemitglied eine leitende Funktion in einem Ausschuss bekommen und sich auf diese Weise für ihre Interessen stark machen.

Mit einem Gottesdienst um 10.30 Uhr soll die Wahl am 1. März eröffnet werden. Bis 18 Uhr haben die Gemeindemitglieder dann Zeit, ihren Wahlzettel einzuwerfen. Von den 5000 Mitgliedern sind etwa 3500 wahlberechtigt. Die Wahlberechtigungen werden bald verschickt.

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