Kehrmaschine fegt die Fußgängerzone – und dann passiert ein Malheur

dzErneute Panne

Die Kamener Fußgängerzone wird sechs Mal in der Woche gereinigt. Nun gab es erneut eine technische Panne. Die Folgen sind auf dem Pflaster nicht zu übersehen.

Kamen

, 17.09.2019, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich sorgen die städtischen Kehrmaschinen für saubere Straßen. Doch das Fahrzeug, das am Montagmorgen die Adenauerstraße in der Kamener Innenstadt kehrte, bewirkte wegen einer technischen Panne das Gegenteil.

Weil ein Hydraulikschlauch platzte, verlor der rollende Saubermacher massiv Öl. Die auslaufende Flüssigkeit ergoss sich in Höhe des neuen Fahrradparkhauses auf das Granitpflaster. Die Maschine, eine von drei Kehrmaschinen der Stadt Kamen, fiel dadurch aus. Hausintern wird das Fahrzeug auch „Waschmaschine“ genannt, weil es speziell zur Säuberung des Pflasters in der Innenstadt eingesetzt wird.

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Es ist nicht das erste Mal, dass beim Fegen Flecken entstehen. Bereits im Juni 2019 hatte eine Kehrmaschine eine mindestens 100 Meter lange Ölspur durch die Fußgängerzone, unter anderem den Willy-Brandt-Platz, gezogen. Rund 200 Kilogramm Bindemittel wurden verstreut. Auch im Frühjahr 2018 ergoss sich Hydrauliköl aus einer Kehrmaschine auf das Pflaster zwischen Sparkasse und Kamen Quadrat.

Straßenreinigung

Saubere Fußgängerzone

Die Stadt Kamen verfügt über drei Kehrmaschinen, die in der Regel in allen Gemeindestraßen unterwegs sind, in denen Bürger nicht selbst die Straßenreinigungspflicht haben. Die Fußgängerzone wird an sechs Tagen in der Woche maschinell durchgefegt – so oft wie kein anderer Bereich. Dazu zählen Adenauerstraße, Kampstraße (Stichstraße), Marktplatz (ohne Fahrbahn), Bahnhofstraße (bis Am Geist), Marktstraße, Weerenstraße, Weststraße (zwischen Kämerstraße und Nordstraße) und Willy-Brandt-Platz.

„Ganz neu ist ein Schadensfall dieser Art in Kamen tatsächlich nicht“, erklärt Rüdiger Büscher von der Stadt Kamen. „Hierbei handelt es sich um Zufall, die Maschinen werden regelmäßig gewartet.“ Die Stadt geht im aktuellen Fall von einem verschleißbedingten Schaden aus. Die defekte Maschine sollte nach einer Reparatur schon am Dienstagmorgen wieder wie gewohnt das Pflaster in der Innenstadt säubern.

Mitarbeiter des Bauhofs streuten das ausgelaufene Hydrauliköl ab, fegten es zusammen und entsorgten es. Der Bauhof ist tagsüber für die Beseitigung von Ölspuren zuständig. An Wochenenden und außerhalb der Servicezeiten übernimmt die Feuerwehr diese Aufgabe. Die defekte Kehrmaschine ist übrigens speziell dafür zuständig, Ölspuren zu beseitigen.

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