Mini-Tornado wirbelt über Wiese – Kamenerin zückt das Handy

Staubteufel auf Video

Ein Mini-Tornado hat auf einer Wiese in Kamen abgemähtes Gras aufgewirbelt. Farina Bruisch sieht das auch Staubteufel genannte Wetterphänomen. „Da hab ich natürlich gleich das Handy herausgeholt“, sagt sie.

Kamen, Methler

, 18.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Mini-Tornado wirbelt über Wiese – Kamenerin zückt das Handy

Ein Mini-Tornado, auch Staubteufel genannt, auf einem Feld in Methler (Screenshot). © Farina Bruisch

Wenn kalte Luft sich unter wärmere Schichten schiebt, können Aufwindschlote entstehen – und im Extremfall ein zerstörerischer Tornado wie vor einigen Tagen im Münsterland. Eine Mini-Version davon hat die Kamenerin Farina Bruisch am Dienstag in Methler gesehen. Sie zückte ihr Handy und nahm das spektakuläre Wetterphänomen auf. Auf dem Video ist zu sehen, wie abgemähtes Gras in einem Luftwirbel nach oben gesaugt wird, bis die rotierende Säule ihre Energie schlagartig verliert. Meterologen nennen solche kleineren Wirbel auch Staubteufel.

Video
Spektakuläre Windhose in Kamen gefilmt

„Der Wirbel war auf der Futterwiese, die ein Stück hinter dem Wasserspielplatz in Methler liegt“, berichtet Bruisch. „Ich war gerade auf dem Weg, um meinen Sohn von der Schule abzuholen, als mein Kleinster, der hinter mir auf dem Fahrrad saß, darauf aufmerksam machte. Da hab ich natürlich gleich das Handy herausgeholt, um dieses seltene Spektakel zu filmen.“

Für kleine, eng begrenzte Wirbelwinde gibt es mehrere Namen: Staubwirbel, Sandwirbel, Kleintrombe oder Dust-Devil. Die Mini-Windhosen entstehen nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts meist im Sommer durch das plötzliche Aufsteigen einer heißen Luftblase, die am Erdboden erhitzt wurde. „Durch die schnelle vertikale Bewegung entsteht ein rotierender Luftwirbel.“ Erst durch vom Boden hochgerissene Blätter oder Sandkörner wird der Wirbel sichtbar – oder durch Heu, wie in Methler geschehen.

Tornados sind vor allem in den Tropen verbreitet, können aber selten auch in Deutschland auftreten. In der Nacht zum 5. Juni wütete eine mittelstarke Windhose in Bocholt. Die Bilanz: Entwurzelte Bäume, abgedeckte Hausdächer und ein umgestürztes Auto.

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