Kamener Severinsmarkt: Die ersten Karussellrunden dürfen Werkstatt-Beschäftigte drehen

dzKirmes in Kamen

Bevor der Severinsmarkt eröffnet, dürfen Menschen mit Behinderungen die Karussells ausprobieren. Die Gruppe ist sich einig: Der Autoscooter ist am besten.

Kamen

, 19.10.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Musikexpress kommt erst später dran, die Betreiberin ist noch auf dem Klo“, ruft Thomas Wendler, Sprecher der Schausteller des Severinsmarktes. Gekicher und strahlende Gesichter bei den 23 Besuchern aus der Werkstatt. Das erste Karussell, das angesteuert wird, ist damit der „Double Jump“, zwei rotierende, hoch und runter fahrende Scheiben. Ein Dutzend der Werkstatt-Beschäftigten traut sich und tritt ein.

„Diese Stunde vor der Kirmes hat sich in den letzten Jahren zu etwas Besonderem entwickelt“, sagt Wendler. Es ist schon zur Tradition geworden, dass Beschäftigte der Werkstatt, also Menschen mit Behinderungen, am ersten Kirmestag rund eine Stunde vor Eröffnung mit den Karussells fahren können. Initiiert hatte die Aktion Peter Holtmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD und Ratsherr. Schon zum siebten Mal wiederholt sich die Aktion bereits.

Peter und Regina sind schon zum dritten Mal dabei und freuen sich riesig. Welches Fahrgeschäft ihnen besonders gut gefällt? „Der Autoscooter!“, sind sich beide einig. Aber nicht alles kommt in Frage. „Der Musikexpress ist manchmal ein bisschen schnell“, sagt Regina.

Die Karussells werden für die Fahrten extra heruntergedrosselt, wenn einer der Besucher beide Hände hebt, wird sofort gestoppt. „Das war wirklich gut, Walter“, sagt einer der Fahrgäste, als er mit breitem Grinsen aus dem „Double Jump“ klettert.

Walter Wiggermann, der im Sozialdienst der Werkstatt tätig ist, freut sich über die Rückmeldung und leitet die Gruppe gleich zum Weitergehen an. Immerhin gibt es vor dem Kirmesstart noch einiges zu erleben. „Und am Schluss bekommen wir noch Snacks ausgegeben“, sagt Wiggermann gut gelaunt.

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