Bilder von gefesselten Babys: Verurteilter Kinderschänder zeigte Kamener (28) an

dz„Extrem verwerfliche Inhalte“

Über 22.000 Bilder und fünf Videos stellten Ermittler im Januar in der Wohnung eines Kameners (28) sicher. Die Inhalte sind an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten.

von Jana Peuckert

Kamen

, 06.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

22576 Bilder sowie fünf Videos mit kinderpornografischem Material stellten Ermittler am 31. Januar in der Wohnung eines 28 Jahre alten Kameners sicher. Zudem hatte der Mann einmal im vergangenen Spätherbst und ein zweites Mal nach Weihnachten einem Bekannten jeweils 157 eindeutige Bilder auf dessen Handy geladen.

Teilweise gefesselte Kinder und Babys

Im Prozess gegen den 28-Jährigen im Amtsgericht Kamen bezeichnete der Vertreter der Staatsanwaltschaft das sichergestellte Material als „extrem verwerflichen Inhalts“. Die Bilder und Videos zeigten Kinder und Babys, teilweise gefesselt. Auch männliche Personen und Tiere in sexuellem Zusammenhang waren zu sehen.

Verhaltensgestört und vermindert intelligent

Angaben zum Sachverhalt fielen dem Angeklagten sichtbar schwer. Er verschränkte die Finger derart fest ineinander, dass teilweise weiße Stellen zu sehen waren.

Mit einem leisen „Ja“ und unsicherem Kopfnicken räumte er die Vorwürfe ein und entschuldigte sich für sein Verhalten. Aus der Akte ergab sich, dass der Kamener unter Betreuung steht, verhaltensgestört und vermindert intelligent ist.

Anzeige durch verurteilten Kinderschänder

Auf die Spur des Angeklagten waren die Ermittler durch den Bekannten gekommen, der zweimal Material von dem 28-Jährigen erhalten hatte. Dieser Bekannte, der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt wurde und dafür einige Zeit im Gefängnis verbrachte, zeigte den Angeklagten bei der Polizei an. Daraufhin kam es zu der Wohnungsdurchsuchung, in deren Zuge die Videos und Fotos sichergestellt werden konnten.

Zehn Monate Haft auf Bewährung

Der Richter verurteilte den 28-Jährigen dafür wegen Besitzes und Verschaffung des Besitzes kinderpornografischer Schriften zu zehn Monaten Haft auf Bewährung.

Als Auflage muss der nicht vorbestrafte Mann, der selbst Vater eines vierjährigen Kindes ist und von Grundsicherung lebt, 300 Euro an die Gerichtszahlstelle zahlen und für die Dauer von drei Jahren mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeiten.

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