Kamener Firma Sabura beliefert Berner Stadtwerke

dzAuftrag aus der Schweiz

Sabura, der Kamener Hersteller von faltbaren Raumsystemen, freut sich über einen Auftrag aus der Schweiz. In Bern sind einige Busse so groß, dass beim Lackieren Schwierigkeiten entstehen.

Kamen

, 20.11.2018, 12:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erfolg für die Kamener Firma Sabura. Der Hersteller von faltbaren Raumsystemen mit Sitz im Technopark hat einen größeren Auftrag aus der Schweiz bekommen – von den Stadtwerken Bern. In der schweizerischen Hauptstadt spielt sich nämlich Folgendes ab: Seit kurzer Zeit fahren dort Busse, die bis zu 25 Meter lang sind, zwei Drehgelenke haben und bis zu 106 Personen befördern können. Was als Fortschritt für den Nahverkehr gewertet werden kann, war aber nicht vollständig durchgeplant.

Denn da die riesigen Busse Probleme mit dem Rückwärtsfahren haben, können sie nur sehr umständlich lackiert werden. „Bisher fahren die in die Lackieranlage hinein und müssen sich dann rausschleppen lassen“, schmunzelt Udo Schwabe, der gemeinsam mit seinem Sohn Christoph die Kamener Firma leitet. Was für die Berner einen großen Umstand bedeutet, ist eine gute Geschäftsmöglichkeit für das Kamener Unternehmen. Denn die mobilen, faltbaren Raumsysteme können einfach über die Busse geschoben werden, sodass der Bus wieder vorwärts aus der Kabine fahren kann. 33 Meter Länge misst das Konstrukt, sechs Meter Breite und Höhe. Sabura kann sich dafür auf einen sechsstelligen Betrag freuen.

„Die Stadtwerke Bern sind da auf uns aufmerksam geworden und haben uns kontaktiert“, sagt Udo Schwabe nicht ohne Stolz. Ein weiterer Auftrag winkt zudem von der Matterhornbahn, die für ihren Glacier-Express ebenso eine mobile Lackierkabine wünscht. Diese ist aber etwas kleiner als das Modell für die Berner Stadtwerke und misst zwölf Meter Länge und sechs Meter Höhe und Breite.

Schwabe freut sich nicht nur über die Aufträge, sondern auch über zwei neue, engagierte Mitarbeiter, die der Firmenchef kürzlich einstellen konnte. Das Unternehmen ist auf Wachstumskurs, eine Erweiterung des Geländes am Technopark ist in Planung. Bereits bekannt ist, dass das rund 2000 Quadratmeter große Grundstück des Unternehmens verdoppelt werden soll – was auch der guten Auftragslage bei Sabura geschuldet ist. Weiterhin muss Schwabe viele Aufträge ablehnen, die Kapazitäten sind ausgereizt. Die Erweiterung soll dem entgegenwirken. „Das ist ein ungewöhnliches Produkt, das wir haben“, sagt Schwabe, „viele Kunden habe da gar keine andere Möglichkeit.“

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