Kamener Feuerwehr: So haben Rauchmelder die Bewohner geschützt

dzZwei aktuelle Fälle

Immer mehr Feuerwehreinsätze gehen auf piepende Rauchmelder zurück. Das stellt die Kamener Feuerwehr fest und nennt Brände, bei denen die Geräte ein Segen für die Bewohner waren.

Kamen

, 12.09.2019, 10:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer jetzt noch keine Rauchmelder installiert hat, soll das nachholen. Nicht nur weil es eine gesetzliche Pflicht gibt, auf die die Freiwillige Feuerwehr Kamen anlässlich des „Rauchmeldertags“ am 13. September hinweist, sondern weil sie die Bewohner erwiesenermaßen vor Sachschäden und Gesundheitsgefahren schützen. Die Feuerwehr rufe alle Bürger auf, die in NRW geltende Rauchmelderpflicht umzusetzen, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Rauchmelder

120 Sekunden, um zu überleben

  • Die Rauchmelderpflicht ist der nordrhein-westfälischen Bauordnung verankert: „In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.“
  • Die Kamener Feuerwehr empfiehlt die Internetseite der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ www.rauchmelderlebensretter.de für weitere Informationen rund um Kauf und Installation.
  • Ohne Rauchmelder kann es „schon nach wenigen Minuten für eine Flucht zu spät sein“, erklärt die Kamener Feuerwehr anlässlich des „Rauchmeldertags“ am 13. September. Kohlenmonoxid, ein Bestandteil des Brandrauchs, könne in hohen Konzentrationen schon nach wenigen Atemzügen tödlich wirken.

Rauchmeldertag am 13. September

„Seit die Rauchmelderpflicht gilt, häufen sich auch für die Feuerwehr Kamen Einsätze, die mit ausgelösten Heimrauchmeldern einhergehen“, gab die örtliche Feuerwehr bekannt. Erst am 31. August habe ein Rauchmelder an der Koppelstraße auf vergessenes und angebranntes Essen auf dem Herd hingewiesen. „Hier hat der Rauchmelder Schlimmeres (sprich: möglicherweise eine Brandausbreitung auf die Küche) verhindert.“

Feuerwehrsprecher Volker Rost schildert noch einen weiteren Fall: Am Beeskower Platz wurde ein Bewohner in den frühen Morgenstunden des 3. Juni von einem Rauchmelder geweckt, weil es in der Küche unterhalb der Spüle in einem Abfallbehälter zu brennen begonnen hatte. „Auch hier konnte die Feuerwehr schnell eingreifen, und der Rauchmelder sorgte dafür, dass der Bewohner unverletzt blieb.“

Wer das Piepen hört, soll 112 wählen

Häufig würden Nachbarn einer betroffenen Wohnung auf das Alarmsignal des Heimrauchmelders aufmerksam und meldeten dies korrekterweise über den Notruf 112. Bei der Meldung „ausgelöster Heimrauchmelder“ werde in Kamen stets ein Löschzug zur Einsatzstelle entsandt. „Denn es muss immer mit einem

Wohnungsbrand und mit einer eventuellen Menschenrettung gerechnet werden“, so die Feuerwehr.

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Mit der zunehmenden Verbreitung der Rauchmelder häufen sich auch die Fehlalarme. Erst am 2. September rückte ein Löschzug zu einem Wohn- und Geschäftshaus am Marktplatz aus. Ein Löschtruppe erkundete das Gebäude und öffnete schließlich gewaltsam eine Tür, hinter der es piepte. Das Ergebnis: Kein Feuer.

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