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Kamener Feuerwehr rekordverdächtig oft alarmiert

dzJahresbilanz

Durchschnittlich zweimal am Tag rückte die Kamener Feuerwehr im vorigen Jahr aus. Die Zahl der Einsätze stieg rekordverdächtig an – auf insgesamt 786. Das liegt nicht nur am Wetter.

Kamen

, 09.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Erst forderte der Sturm „Friederike“ die Feuerwehr, dann der Brand am Pertheszentrum – und auch der Rest des Jahres 2018 verlief aus Sicht von Feuerwehrchef Rainer Balkenhoff alles andere als ruhig. Die jetzt von ihm vorgelegte Jahresbilanz der Freiwilligen Feuerwehr Kamen belegt eine rekordverdächtig gestiegene Zahl von Einsätzen für die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleute.

Insgesamt 786 Einsätze verzeichnete die Feuerwehr im vorigen Jahr, das sind 116 mehr als im Vorjahr (ein Plus von 14,7 Prozent). 230 Mal wurden die Einheiten wegen Bränden alarmiert, das sind 69 Brandeinsätze mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Fehlalarmierungen stieg auf 92 (+24). Im Bereich der Technischen Hilfeleistung wurden 556 Einsätze gezählt (+47). Der Rettungsdienst erledigte 2461 Krankentransporte, und 9884 Mal rückten Rettungswagen zu Notfällen aus. Der Notarzt war 3177 Mal im Einsatz.

Der Leiter der Feuerwehr erklärt den Anstieg unter anderem mit der Wetterlage. „Das Orkantief ,Friederike‘ schlug zu Buche, dazu kamen viele technische Hilfeleistungen im Bereich der Türöffnung“, sagte Rainer Balkenhoff. Eine mögliche Erklärung für die gestiegene Zahl der Hilfeleistungen hinter verschlossener Tür: Viele Ältere leben allein zu Hause.

Besondere Sorge macht Balkenhoff ein Anstieg bei absichtlich in Brand gesetzten Mülltonnen oder Gartenhütten. Um den Jahreswechsel 2018/2019 haben sich solche Kleinbrände wieder gehäuft – auch in der Nacht zu Dienstag brannte es wieder.

Solche Brände könnten eine „gefährliche Kette“ in Gang setzen, wie man es auch beim Brand am Perthesheim im Februar 2018 habe sehen können. „Ein Containerbrand, übergeschlagen auf ein Fahrzeug, dann auf ein Gebäude“, so Balkenhoff.

Mehr Einsätze bedeuten auch eine höhere Belastung für die 56 haupt- und 245 ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Die Freiwillige Feuerwehr Kamen ist mit sieben Standorten in drei Löschzügen Kamen-Mitte, Methler und Heeren-Werve organisiert und verfügt über mehr als 25 Fahrzeuge.

In einer Reihe von Veranstaltungen ziehen die verschiedenen Feuerwehreinheiten in den nächsten Wochen ihre Jahresbilanz. Den Anfang machte der Leiter der Feuerwehr am vorigen Freitag bei seinem Jahresempfang in der Feuer- und Rettungswache, es folgte am Samstag die Jahresdienstbesprechung des Löschzugs Heeren-Werve und am Sonntag die Jahresbilanz der Jugendfeuerwehr Kamen.

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