Kamener Besucher entgehen Einreisesperre für Israel

dzPartnerstadt Eilat

Kamen will die Partnerschaft mit der israelischen Stadt Eilat ausbauen. Das hat Bürgermeisterin Elke Kappen bei einer Dienstreise vereinbart. Dabei entging ihre Delegation glücklicherweise einer Einreisesperre.

Kamen

, 09.03.2020, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Israel verwehrt Touristen aus Deutschland wegen der Coronavirus-Epidemie die Einreise, wenn sie keine 14-tägige Quarantänemöglichkeit im Land vorweisen können. Glück für Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD): Als die Sperre verhängt wurde, war sie erst wenige Stunden von einer Dienstreise in der Partnerstadt Eilat zurückgekehrt.

Eine Delegation der Kamener Stadtverwaltung und des Stadtrats ist von einer viertägigen Reise in die israelische Partnerstadt Eilat zurück. Bürgermeisterin Kappen (SPD), Vize-Bürgermeister Manfred Wiedemann (SPD), Partnerschaftsausschussvorsitzende Susanne Middendorf (CDU), die Beigeordnete Ingelore Peppmeier sowie die Partnerschaftsbeauftragte Katja Herbold trafen in Eilat Bürgermeister Meir Izhak Halevi und absolvierten ein Besuchsprogramm. Das Einreiseverbot trat am Donnerstagmorgen in Kraft, bereits am Abend zuvor hatte die Kamener Delegation das Land verlassen.

Bürgermeisterin Elke Kappen und ihr Amtskollege Meir Izhak Halevi unterzeichnen einen Erklärung zur Bekräftigung der Städtepartnerschaft Kamen und Eilat.

Bürgermeisterin Elke Kappen und ihr Amtskollege Meir Izhak Halevi unterzeichnen eine Erklärung zur Bekräftigung der Städtepartnerschaft. © Stadt Kamen

Schüleraustausch wird fortgesetzt

Das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft im vorigen Jahr diente als Anlass für die Reise. Kappen und Halevi unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, in der beide Städte die Partnerschaft bekräftigen und für die Zukunft fortschreiben. Eine besondere Rolle solle der Jugendaustausch spielen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Kappen wird darin mit den Worten zitiert: „Sich gegenseitig kennenzulernen ist das beste Mittel gegen Antisemitismus.“ Konkrete Inhalte wurden nicht bekannt.

Bereits unter Kappens Vorgänger Hermann Hupe (SPD) war der Schüleraustausch mit der Stadt am Roten Meer wiederbelebt worden. Zuletzt reisten Schüler des Kamener Gymnasiums und der Gesamtschule 2018 in die Hafenstadt und trafen dort ihre Altersgenossen von der Yitzhak-Rabin-Highschool. Im Juni 2019 wurde der Besuch von den Israelis erwidert, und im November 2020 steht wieder eine Reise von Kamener Oberstufenschüler im Kalender.

Kontakte mit Gymnasium und Gesamtschule

Zuletzt waren israelische Schüler im Sommer in Kamen zu Gast. 20 Jugendliche aus der Yitzhak-Rabin-Highschool wohnten in Gastfamilien. Sie besuchten unter anderem den Moviepark in Bottrop, die Zeche Zollverein in Bochum sowie einen Kletterpark in Dortmund-Wischlingen. Darüber hinaus verbrachten sie die Zeit bei ihren Gastgebern und nahmen an Kunst- und Theaterprojekten an Gesamtschule und Gymnasium teil.

Beim jüngsten Aufenthalt in Eilat besuchte die Kamener Delegation einen Konzertabend mit Musikgruppen und Chören und unternahm Besichtigungsfahrten. „Hierbei konnten sich die Kamener ein Bild vom geplanten Ausbau von Wohnsiedlungen, Gewerbe und Tourismuseinrichtungen machen, wie sie auf der Fläche des zurückgebauten Flughafens vorgesehen sind“, heißt es.

Israelische Schüler 2019 auf dem Weg nach Kamen

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