Kamen veröffentlicht Allgemeinverfügung: Keine Versammlungen mehr, weitere Schließungen

dzBekämpfung des Coronavirus

Es war nur noch eine Frage der Zeit: Nun hat auch die Stadt Kamen eine Allgemeinverfügung veröffentlicht. Jetzt sind offiziell alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt. Doch das ist nicht alles.

Kamen

, 16.03.2020, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Alle öffentlichen Veranstaltungen werden untersagt, Bars und Kantinen müssen schließen – das und mehr steht in einer Allgemeinverfügung, die die Stadt Kamen im Angesicht der Coronakrise am Montagnachmittag veröffentlicht hat. Enthalten sind auch besondere Anordnungen für das Krankenhaus, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie genaue Regelungen für Einrichtungen, die noch geöffnet bleiben dürfen.

Dazu zählen Hotels und Restaurants. Letztere müssen ihre Besucher registrieren, für zwei Meter Abstand zwischen den Tischen sorgen und nicht mehr als 25 Besucher hereinlassen. Es sind Vorschriften, die schon andernorts gelten. Kamen hielt sich bisher zurück und wollte erst Absprachen mit dem Kreis treffen. Die Verordnung sollte im Laufe dieser Woche veröffentlicht werden.

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Nun war es aber doch schon am Montag so weit. Das öffentliche Leben kommt somit ab dem 16. März fast vollständig zum erliegen.

Notbetreuung


Kinderbetreuung für Schlüsselpersonen

  • Die Stadt hat weitere Einzelheiten über die Notfallbetreuung von Kindern in Kitas genannt. Eltern, die als unentbehrliche Schlüsselpersonen gelten und somit ihre Kinder betreuen lassen dürfen, sollen sich an die jeweilige Kitas wenden. Die Betreuung findet in dieser Kita statt.
  • Wenn eine Kita zeitweise vollständig geschlossen ist, weil dort kein Kind ist, teilen die Einrichtungen Eltern Kontaktdaten mit, unter denen sie einen kurzfristig entstandenen Betreuungsbedarf anmelden können.
  • Sollte eine Kita nicht erreichbar sein, können sich die Eltern ans Rathaus wenden: kindertagesbetreuung@stadt-kamen.de, Tel. 02307 148-3710.

Die Anordnungen, die die Stadt unter dem Punkt „Coronavirus“ auch auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat, greifen bis einschließlich 19. April.

Was am Montag noch geöffnet ist, sind die Läden in der Einkaufszone. Stellt sich nur die Frage, wie lange noch. Die Regierung denkt jedenfalls darüber nach, auch sie zu schließen. Ausgenommen sind Supermärkte. Der Zweck der Verfügung liegt auf der Hand: Die „Verhütung und Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2“.

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