Kamen soll Ware bald per Lastenfahrrad liefern

dzUmweltfreundliches Transportmittel

Liefer- und Paketdienste sind in Corona-Zeiten gefragt. Doch umweltfreundliche Transportmittel werden selten eingesetzt. In Kamen könnten erste Händler bald mit einem Lastenfahrrad die Kunden beliefern.

Kamen

, 15.11.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einzelhändler könnten künftig mit dem Lastenfahrrad ihre Ware in der Innenstadt ausliefern. Das E-Bike soll im Fahrradparkhaus am Willy-Brandt-Platz stationiert werden – so die Überlegungen. Die Stadtverwaltung ist mit der Idee an die Händlervereinigung KIG herangetreten.

KIG-Vorsitzender René Hanck und Fachbereichsleiter Matthias Breuer bestätigten, dass es erste Gespräche über das Lastenfahrrad zwischen der Stadtverwaltung und der KIG gegeben hat. Breuer zufolge will die Stadtverwaltung das Gefährt anschaffen, hat es aber noch nicht bestellt. Es seien noch eine Reihe offener Frage zu klären, zum Beispiel was die Bedingungen für den Einsatz von Fördermitteln bei der Anschaffung betrifft.

„Kamen liefert“ lautet eine aktuelle Kampagne der Kamener Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden (KIG). Auf einer entsprechenden Internetseite sind alle Händler und Gastronomen aufgelistet, die gerade in der Corona-Zeit Ware und Essen zum Kunden liefern. Kommen die Lieferanten künftig mit einem Leih-Lastenfahrrad der Stadtverwaltung vorbei?

Das lässt sich noch nicht sagen. KIG-Chef René Hanck, der die Idee grundsätzlich begrüßt, will erst die Mitglieder befragen, um herauszufinden, welcher Bedarf für den Einsatzes des Fahrrades besteht.

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Ein konkretes Modell des Lastenfahrrads wurde bereits von der Stadtverwaltung bei einem auswärtigen Händler ins Auge gefasst. Dass bei der Sondierung der einzige Fahrradhändler in den Reihen der KIG-Mitglieder übergangen wurde, kam selbst bei der nicht eingebundenen Stadtmarketing-Chefin und Wirtschaftsförderin Ingelore Peppmeier nicht gut an – zumal die KIG mit „Buy local“-Kampagnen wirbt und das E-Bike wohl ein Aushängeschild dafür wäre. Stadtsprecher Peter Büttner stellt klar: „Wir wollen den örtlichen Fahrradhandel einbeziehen, wenn wir Angebote einholen, wozu wir vergaberechtlich verpflichtet sind.“

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