Kamen soll sich Landesmittel für Kombibad-Neubau sichern

dzSPD-Vorschlag

Woher sollen die schätzungsweise bis zu 28 Millionen Euro für den Neubau eines Schwimmbads in Kamen kommen? Die Finanzierung ist kurz vor einem erwarteten Neubau-Beschluss immer noch ungewiss.

Kamen

, 13.09.2019, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) erklärte vor einigen Tagen, dass sie dem Stadtrat am 26. September noch keinen Beschlussvorlage zum Neubau eines Kombibads vorlegen werde. Dafür peilt sie die übernächste Sitzung im November an (zunächst hieß es Oktober). Erwartet wird, dass die Bürgermeisterin dann auch den noch ausstehenden Finanzierungsvorschlag liefert.

Nun nährt ein SPD-Antrag Zweifel, ob es bis dahin überhaupt einen abschließenden Finanzierungsvorschlag für das auf bis zu 28 Millionen Euro bezifferte Neubau-Projekt geben kann. Denn die SPD kündigte am Freitag an, dass sie in der September-Sitzung einen Beschluss herbeiführen will, der die Bürgermeisterin ermächtigt, Landesmittel für den Neubau zu beantragen. Falls die Stadt Kamen solche Mittel beantragt, wäre frühestens im Sommer 2020 klar, ob es Zuschüsse gibt. Ein solcher Antrag müsste schon bald, bis Ende September, gestellt werden.

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Bürgermeisterin Kappen bekräftigte am Freitag, dass sie nach wie vor das Ziel habe, im November einen Beschlussvorschlag für den Neubau vorzulegen. Einschließlich Finanzierungsvorschlag – unabhängig von einer etwaigen Landesförderung. Schon seit geraumer Zeit prüfe die Stadtverwaltung die Möglichkeiten einer Förderung – nicht nur für die Kleinschwimmhalle in Heeren, sondern auch für das Kombibad. Kappen zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadtverwaltung im Fall eines Ratsbeschlusses bis Ende September einen Förderantrag für das Kombibad stellen könne.

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So sehen die Pläne für das Kamener Kombibad aus

Das Architekturbüro Geising & Böker hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für ein ganzjähriges nutzbares "Kombibad" in Kamen vorgelegt.
07.11.2018
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Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Vorgesehener Standort für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen ist das Gelände des heutigen Freibads Kamen.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Technische Daten des Neubaus: Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker/GSW
Gegenüber einem früheren Grobentwurf des Gutachterbüros GMF ist Grundfläche der aktuellen Planung größer geworden. © Geising & Böker/GSW
Der Vergleich der bisherigen Grobplanung und des jetzt vorgelegten Entwurfs. Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Aktuelle Kostenschätzungen: Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker/GSW

Die SPD will bereits im September einen Ratsbeschluss über den Neubau herbeiführen. Der Rat soll den Neubau beschließen – und zwar „unter der Prämisse der Landesförderung (...) beziehungsweise der abschließenden Klärung der Finanzierung der Maßnahme“, heißt es in dem SPD-Antrag. Zudem wollen die Sozialdemokraten einen Beschluss zur Kleinschwimmhalle herbeiführen. Der Rat soll der Bürgermeisterin den Auftrag erteilen, „unabhängig von einer evtl. Landesförderung Möglichkeiten zum Erhalt der Kleinschwimmhalle“ zu prüfen.

In diesem Punkt gehen die Sozialdemokraten nicht so weit wie die CDU. Die Christdemokraten wollen erreichen, dass der Rat am 26. September den Erhalt der Kleinschwimmhalle beschließt, und sie wollen die Verwaltung gleichzeitig verpflichten, Fördermittel für die Kleinschwimmhalle zu beantragen. Damit zielt die CDU auf denselben Fördertopf, den die SPD für das Kombibad anzapfen will.

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SPD-Fraktionschef Daniel Heidler sagte, es gebe keinen Zeitdruck, jetzt schon Fördergeld für die Kleinschwimmhalle zu beantragen, weil eine schnelle Schließung des Bads nicht zu befürchten sei. Wenn es gelinge, eine Förderung für das Kombibad zu bekommen, könne man später ganz anders über den Erhalt der Kleinschwimmhalle diskutieren.

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