Corona-Pandemie

Kamen hebt die Maskenpflicht in der Fußgängerzone auf

Die Stadt Kamen kündigt an, die Maskenpflicht in der Fußgängerzone am Samstag (12. Juni) aufzuheben. An manchen Stellen in der Innenstadt wird sie aber bestehen bleiben.
In der Fußgängerzone wird die Maskenpflicht in Kamen am Samstag aufgehoben. Vor Geschäften und auf dem Wochenmarkt gilt sie aber vorerst weiter. © Stefan Milk

Die 7-Tages-Inzidenz sinkt und sinkt, bundesweit, landesweit und auch im Kreis Unna. Am Donnerstag (10. Juni) lag der Wert mit 21,8 den fünften Werktag in Folge unter 35. Das ermöglicht weitere Lockerungen. So darf ab Samstag etwa die Innengastronomie und das Freibad ohne Testpflicht öffnen – und die Maskenpflicht in der Fußgängerzone entfällt.

„Mit dem Erreichen der Inzidenzstufe 1 am Samstag hebt die Stadt ihre Allgemeinverfügung auf, mit der sie in der Fußgängerzone eine einheitlich geltende Maskenpflicht eingeführt hatte. Dies geschieht in Absprache mit weiteren Städten im Kreis Unna“, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstagnachmittag mit.

Kappen: „Wer sich sicherer fühlt, soll weiterhin Maske tragen“

Bürgermeisterin Elke Kappen lobte in der Mitteilung die Kamenerinnen und Kamener, die in den vergangenen Monaten durch ihr verantwortungsvolles Verhalten dazu beigetragen hätten, die Pandemie einzudämmen und Lockerungen zu ermöglichen. „Ich bin sehr froh darüber, dass sich die allermeisten Menschen an die Regelungen gehalten haben und so sich und andere vor einer Infektion und Erkrankung geschützt haben“, so Kappen.

Wer sich mit einer Maske sicherer fühle, solle diese aber selbstverständlich weiterhin tragen. „Das soll in der jeweiligen Situation jeder für sich selbst entscheiden“, sagt die Bürgermeisterin.

Aktuell lediglich 21 Corona-Infizierte

Aktuell sind in Kamen nach offiziellen Angaben lediglich 21 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Entscheidung, die Allgemeinverfügung aufzuheben, geschehe in gründlicher Abwägung mit dem gesunkenen Risiko, sich im öffentlichen Bereich anzustecken.

Vor Geschäften und auf dem Wochenmarkt besteht noch Maskenpflicht

Die Aufhebung der Allgemeinverfügung bedeute jedoch nicht, dass in der Innenstadt keine Maske mehr getragen werden muss. Laut der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung des Landes NRW gilt die Maskenpflicht weiterhin unter anderem im Umfeld von geöffneten Einzelhandelsgeschäften – und zwar auf den Zuwegungen zu dem Geschäft innerhalb einer Entfernung von zehn Metern zum Eingang, auf dem Grundstück des Geschäftes sowie auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen.

Auch auf dem Wochenmarkt „und ähnlichen Verkaufsstellen im Außenbereich“ ist weiterhin eine Maske zu tragen. Noch offen ist eine Anfrage der Stadt Kamen beim Land NRW über die Bezirksregierung in Arnsberg, ob diese Regelung vor dem Hintergrund der sinkenden Infektionszahlen auch künftig Bestand haben wird. Die Stadt Kamen erhoffe sich auch hier kurzfristig eine Anpassung, hieß es.

Bürgermeisterin Elke Kappen appellierte zugleich an die Bürger, die Regelungen weiter zu befolgen und dort eine Maske zu tragen, wo es vorgeschrieben ist. Sehr wichtig blieben auch künftig die Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln. „Lassen Sie uns den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen, um Schritt für Schritt zu unserem gewohnten Leben zurückkehren zu können“, so Kappen.

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