Das Pop-up-Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde aus Münster wird in der letzten Juliwoche in Kamen aufgebaut. Es ist aufblasbar, transportabel und flexibel einsetzbar. © LWL/Christoph Steinweg
Freizeit

Kamen bekommt Pop-up-Planetarium: Erlebnis für Kinder und Erwachsene

Ein Spaziergang auf dem Mars? Ein Besuch im Weltall? Das können Kinder, aber auch Erwachsene in Kamen bald erleben – zumindest beinahe. Möglich macht das ein Planetarium, das in die Stadt kommt.

Jeder, der schon einmal ein Planetarium besucht hat, weiß, wie beeindruckend ein solches Erlebnis ist. Umgeben von Sternen, Planeten schwebt man dank des 360-Grad-Bildes förmlich im Weltall umher. Aktuell können Planetarien aufgrund der Corona-Pandemie freilich nicht besucht werden. Sie sind ebenso wie Theater, Kinos und Co. geschlossen.

In Kamen ist es in den Sommerferien aber doch möglich, das Universum zu entdecken. In der letzten Ferienwoche wird in der Turnhalle des Bürgerhauses Methler nämlich ein Planetarium aufgebaut. Es handelt um ein sogenanntes Pop-up-Planetarium, des LWL-Museums für Naturkunde in Münster. Das Planetarium ist aufblasbar und lässt sich transportieren. Die Besucher liegen unter der Kuppel und bekommen das Gefühl unter dem Sternenhimmel zu liegen.

Das Pop-up-Planetarium ist aufblasbar. Zudem sorgt eine Filteranlage alle acht Minuten für einen vollständigen Luftaustausch, sodass auch in Corona-Zeiten ein sicherer Besuch gewährleistet werden kann. © LWL/Christoph Steinweg © LWL/Christoph Steinweg

Als Anja Sklorz, Leiterin des Bürgerhauses Methler und Mitglied im Vorstand des Fördervereins für Jugendhilfe (Förju), auf das Planetarium stieß, war sie begeistert. Eigentlich habe sie sich auf der Internetseite des Museums über Online-Führungen informieren wollen, um diese den Kamener Kindern und Jugendlichen anzubieten.

Ikea Kamen unterstützt das Ferienprojekt „Pop-Up-Planetarium“

Unter der Organisation von Sklorz bewarb sich der Förderverein um das Planetarium. Voraussetzung für das Projekt war zum Beispiel eine Halle, in die das aufblasbare Planetarium hineinpasst.

Auch das Einrichtungshaus Ikea macht die Aktion möglich. Es spendete im Rahmen der Aktion „Weihnachtsbäume für Kinderträume“ 5000 Euro. Für jeden verkauften Weihnachtsbaum legte das Einrichtungshaus drei Euro für gute Zwecke zur Seite. Dieses Jahr seien weniger Bäume verkauft worden als im Vorjahr, weshalb Ikea die Summe aufgestockt hat, berichtete Einrichtungsleiterin Jutta Iskalla bei der Spendenübergabe.

Ikea unterstützt die Aktion des Fördervereins für Jugendhilfe Kamen mit 5.000 Euro. Die Einrichtungsleiterin Jutta Iskalla überreichte dem Vorsitzenden Johannes Gibbels den Check. Samira Klein-Vehne (hinten links) und Nicole Börner aus dem Förju-Vorstand freuen sich ebenfalls über die Unterstützung. © Stefan Milk © Stefan Milk

Dem Planetariumsbesuch in Kamen steht somit nichts mehr im Wege. Es soll in der letzten Juliwoche aufgebaut werden. Geplant sind fünf Vorstellungen pro Tag, die sich inhaltlich je nach Zielgruppe voneinander unterscheiden.

Morgens können sich Kita-Kinder faszinieren lassen, danach Grundschulkinder und Kinder der Offenen Ganztage, am Nachmittag besuchen dann Ferienkinder den mobilen Sternenhimmel und am späten Nachmittag gibt es ein Programm für Familien, das sich für Kinder und Erwachsene eignet.

Die Anmeldungen laufen über die Schulen und Kitas

Rund 400 Menschen sollen in den Genuss kommen. Die genaue Anzahl hängt aber auch davon ab, wie viele Menschen zu dem Zeitpunkt gleichzeitig in den aufblasbaren Unterbau dürfen. Entweder fünf oder zehn. Die Anmeldungen werden zunächst über die Schulen und Kitas laufen, erklärt der Vorsitzende der Förju, Johannes Gibbels.

Das Pop-Up-Planetarium sei eines von drei Ferienangeboten des Projektes „Sommerlernen“. Neben dem Planetarium gehört dazu noch das Lernangebot an der Diesterwegschule, bei dem Kinder stressfrei und spielerisch Schulstoff nachholen können, und die Ferien-Schwimmkurse.

Alle drei Angebote sollen Lücken füllen, die die Corona-Pandemie geschaffen hat. Beim Lernen können die Kinder Schulstoff nachholen, der im Homeschooling zu kurz gekommen ist, selbiges gilt für den Schwimmunterricht, der ausfallen musste. Mit dem Planetarium kommt eine naturwissenschaftliche Komponente hinzu – bei der die Kinder nicht nur lernen, sondern auch staunen können.

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott

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