Jurist gesucht: Das Rathaus ordnet sich neu

dzNeuverteilung der Arbeit

Das Rathaus verteilt die Arbeit neu. Bürgermeisterin Elke Kappen, die durch den Wechsel von ihrem Posten als Beigeordnete zwei Arbeitsbereiche betreut, strukturiert die Dezernate anders.

Kamen

, 15.11.2018, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Rathaus verteilt nach der Bürgermeisterwahl die Arbeit neu. Die neue Bürgermeisterin Elke Kappen, die durch den Wechsel von ihrem Posten als Erste Beigeordnete noch zwei Arbeitsbereiche betreut, strukturiert die Dezernate anders. Zusätzlich zu den Aufgaben als Bürgermeisterin ist sie zurzeit auch zuständig für ihr früheres Arbeitsfeld als Dezernentin im Bereich Familie, Jugend, Schule und Sport. „Das ist auf Dauer nicht möglich“, sagte sie bei der Vorstellung des Entwurfs des neuen Dezernatsverteilungsplans. In Kraft getreten ist der noch nicht. Für das neue, fünfte Dezernat fehlt noch die Führungskraft. Gesucht wird ein Jurist, der auf Verwaltungsrecht spezialisiert ist. Die Stellenausschreibung wird im Rathaus zurzeit vorbereitet und soll Thema in der nächsten Ratssitzung am 6. Dezember sein.

Kappen wird ihr altes Aufgabenfeld allerdings nicht abgeben. „Jeder weiß, dass ich dem Aufgabengebiet einem besonderen Stellenwert beimesse“, sagt die Verwaltungschefin mit Blick auf den Bereich „Familie, Jugend, Schule und Sport“ (Leiter Jürgen Dunker), der in ihrem Dezernat I angesiedelt wird. Dafür gibt sie den Bereich Kultur (Leiterin Katrin Jubitz) an das Dezernat II ab, dem Beigeordnete Ingelore Peppmeier vorsteht. Sie betreut zudem den Fachbereich Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung (Leiter Christoph Watolla). Zwei Bereiche gibt Peppmeier aus dem Dezernat II in das neu geschaffene Dezernat V ab. Der neue Kollege wird dort den Bereich Bürgerdienste (Leiter Jörg Grudnio) samt Standesamt und Rentenstelle betreuen und auch den Feuerwehr- und Rettungsdienst (Leiter Ralf Balkenhoff).

Das Dezernat III von Kämmerer Ralf Tost mit den Bereichen Innerer Service (Datenverarbeitung, Personal) und dem Finanz-Service (Finanzbuchhaltung, Stadtkasse, Steuern und Gebühren) bleibt von der Struktur unangetastet. Ebenso das Ressort des neuen Ersten Beigeordneten Uwe Liedtke, der weiterhin die Bereiche Planung, Bauen Umwelt (Leiter Matthias Breuer) und die Service-Betriebe mit dem Bauhof an der Gutenbergstraße (Leiter Reiner Steffen) verantwortet.

Obwohl die Dezernate auf dem Papier wie Säulen nebeneinanderstehen, soll künftig nicht nur „säulenorientiert“, wie Bürgermeisterin Kappen sagt, gearbeitet werden, sondern vielmehr dezernatsübergreifend. „Es soll künftig projektorientiert gearbeitet werden. Wenn eine Kindertagesstätte gebaut wird, dann betrifft das natürlich den Jugendbereich, aber es geht auch nicht ohne den Bereich Liegenschaften und Bauordnung“, nennt sie ein Beispiel. Mit der Zusammenführung der Bereiche Kultur und Stadtmarketing in Peppmeiers Dezernat II würde ebenso eine bessere Vernetzung erzielt. „Da gibt es viele Berührungspunkte.“ Aktuelles Beispiel ist die Winterwelt, die sowohl vom Stadtmarketing als auch von den Kulturexperten geplant und in die Tat umgesetzt wird.

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