Joachim Gauck in der Pauluskirche: Nachholtermin für Lesung in Kamen steht fest

dzKamener Kanzel

Eigentlich wollte Altbundespräsident Joachim Gauck schon im März auf die Kamener Kanzel gestiegen sein. Doch die Corona-Krise verhinderte den Auftritt. Jetzt steht der Nachholtermin fest.

Kamen

, 25.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der neue Termin für den Besuch des Altbundespräsidenten Joachim Gauck in Kamen steht fest. Am Mittwoch, 28. Oktober, steigt der 80-jährige Theologe und Politiker auf die Kamener Kanzel der Pauluskirche.

Dann soll die am 25. März wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Lesung nachgeholt werden. „Joachim Gauck konnte für einen neuen Termin gewonnen werden“, teilt die Ev. Gemeinde Kamen als Veranstalterin im jetzt veröffentlichten Gemeindebrief mit. Die für März erworbenen Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Bereits eine Woche nach dem Start des Vorverkaufs Mitte Januar war der Auftritt ausverkauft.

Gauck liest aus dem Buch „Toleranz – einfach schwer“

450 Karten waren für den Termin verfügbar. Schon vor der Corona-Pandemie hatte die Evangelische Gemeinde wegen Sicherheitsvorschriften die volle Kapazität des Gotteshauses mit dem Schiefen Turm nicht ausgeschöpft. Das frühere Staatsoberhaupt wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe aus seinem Buch „Toleranz – einfach schwer“ lesen und erzählen.

Gauck will laut Ankündigung die „friedliche Revolution und den Fortbestand einer toleranten Gesellschaft“ thematisieren. Toleranz, so schreibt er auch in seinem Buch, sei nicht Gleichgültigkeit und nicht Versöhnertum. Toleranz lehre vielmehr zu dulden, auszuhalten, zu respektieren, was wir nicht oder nicht vollständig gutheißen. Dazu, so Gauck, sei es aber nötig, sich seiner eigenen Identität sicher zu sein.

Veranstaltungsreihe startete 2011 mit Margot Käßmann

Die Veranstaltungsreihe gibt es seit 2011, als Margot Käßmann als ehemalige Ratsvorsitzende der Ev. Kirche in Deutschland (EKD) im April bei der ersten Kamener Kanzel ein Glanzlicht setzte. Damals wurden 750 Besucher zugelassen, 250 Menschen waren zudem ins benachbarte Gemeindehaus geströmt, um exklusiv eine Videoübertragung zu sehen und das Gefühl zu haben, nah dran zu sein.

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Käßmann las aus dem Buch „Sehnsucht nach Leben“. Ein Jahr später sprach SPD-Politiker Dr. Henning Scherff. Der Botschafter für „ein neues, lustvolles Verständnis des Alters“, wie es hieß, hatte am 4. September 2012 sein Anliegen vor 300 Besuchern ins Ziel gebracht, nicht von der Kanzel aus, wie zuvor Käßmann, sondern davor, im liebevollen Zwiegespräch mit dem Auditorium.

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Es folgten der Literaturkritiker Hellmuth Karasek und Bischof a.D. Wolfgang Huber.

In der Reihe ist Gauck der neunte Gast. Weitere Gäste waren unter anderem Samuel Koch („Wetten, dass“) und die Journalistin Christine Westermann.

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