Kamen ist coronafrei: Keine Infizierten oder Verdachtsfälle, aber 106 Verfahren durch Verstöße

dzCoronavirus

Kamen ist aktuell coronafrei. Es gibt weder Infizierte noch Menschen, die in Quarantäne sind. Insgesamt waren seit Ausbruch der Virus-Krise 142 Bürger in Kamen betroffen. 106 Corona-Verstöße wurden festgestellt.

Kamen

, 29.05.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die gute Nachricht zum langen Pfingstwochenende: Die Stadt Kamen ist coronafrei, zumindest aus statistischer Sicht. Zurzeit gibt es weder Infizierte noch Verdachtsfälle, die unter Quarantäne stehen.

Seit Ausbruch der Pandemie waren 142 Kamener betroffen. 19 wurden mit dem neuartigen SARS-CoV-2-Erreger infiziert, 123 zählten zu den Kontaktgruppen und mussten in Quarantäne. Das teilte Bürgermeister Elke Kappen jetzt bei der ersten Ratssitzung nach der politischen Corona-Pause in der Stadthalle mit.

Bisher 42 Bußgeldverfahren, weitere folgen

„Wir sind bisher gut durch die Pandemie gekommen“, so das vorläufige Fazit der Bürgermeisterin. Wegen Verstößen gegen das Corona-Infektionsschutzgesetz seien bisher 106 Fälle aufgenommen worden. 42 Bußgeldverfahren seien eingeleitet worden, davon 17 vom Kamener Ordnungsamt und 25 von der örtlichen Polizei. Weitere 18 Anzeigen befinden sich in der Bearbeitung. Dazu kommen weitere 46 Fälle durch die mutmaßlichen Verstöße im Rahmen einer Trauerfeier in Methler. Dort sollen sich laut Polizei und Stadtverwaltung am Montag bis zu 150 Menschen zu nah gekommen sein. Aus anderen Quellen gab es Hinweise, dass es lediglich 60 bis 70 Personen gewesen sein sollen.

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Kontakte nach Norditalien: 24 Corona-Tote in der Nachbarschaft

Kappen zeigte sich zuversichtlich, dass die Sesekestadt auch künftig gut durch die Krise komme. Wir ernst die Lage sei, hätten ihr Bekannte in Norditalien vor Augen geführt, die ihr berichteten, dass in der Nachbarschaft 24 Menschen in Zusammenhang mit Corona gestorben seien.

„Deswegen sind die Maßnahmen, die wir treffen, richtig, auch wenn man über Einzelheiten diskutieren kann“, sagte die Bürgermeisterin und ergänzte: „Wir haben das soziale Leben extrem herunter gefahren, aber es gab große Hilfsbereitschaft in der Stadt.“ Mit Blick auf wirtschaftliche Folgen wie den Arbeitsplatzabbau bei Vahle müsse man feststellen, dass es deutlich größere Probleme gebe, als dass man zurzeit keine Kulturveranstaltung besuchen könne.

Weiterhin zusätzliche Streifen im Zweischicht-System

Ordnungsdienst und privater Sicherheitsdienst sind auch weiterhin verstärkt unterwegs. Zusätzliche Streifen teilen sich den Tag in zwei Schichten auf – von 7 bis 19 Uhr und von 19 bis 23 Uhr. Eine Lanze brach die Bürgermeisterin als Jugenddezernentin für manche Jugendliche, die in Zeiten der zeitweise geschlossenen Schulen auch mal in Gruppen zusammen saßen.

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