Jetzt ist es wichtiger denn je: Jugendliche ziehen in den Kampf für die Demokratie

dzSchülerwettbewerb

Das Aktionsbündnis für Freiheit und Demokratie hat einen Wettbewerb für Schüler ausgerufen. Gerade jetzt, wo Bürger das politische System bekämpfen, sind solche Aktionen wichtig.

24.01.2020, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mit so viel Resonanz haben wir nicht gerechnet.“ Fast 700 Schüler machen mit beim Wettbewerb, den Bernhard Büscher mit dem Aktionsbündnis für Freiheit und Demokratie ins Leben gerufen hat. Das Bündnis ist erst ein paar Monate alt. Das Ziel: Ein Bildungsangebot, das den Schülern die Werte Freiheit und Demokratie vermittelt.

Die Jugendlichen sollen sich dem Thema selbstständig und kreativ nähern. Dazu haben Büscher und Co. einen Wettbewerb für Schüler der weiterführenden Schulen in Kamen ausgerufen. Und auch eine Gruppe der Hellweg-Werkstätten beteiligt sich. Sie wurde schon vor Wettbewerbsbeginn kreativ und gestaltete den Flyer.

Mit den Projekten sollen die Teilnehmer sich mit der Frage „Was bedeuten Freiheit und Demokratie“ auseinandersetzen. „In einer Zeit, in der unser politisches System der Demokratie von zahlreichen Bürgern in Frage gestellt und aktiv bekämpft wird, ist es wichtiger denn je, diese Staatsform zu verteidigen“, steht auf dem Flyer des Aktionsbündnisses.

Erstes Projekt ist fertig: Gesamtschule lädt zur Aktion am Montag ein

Das Projekt soll dazu beitragen – in den unterschiedlichsten Formen. Den Schülern ist es freigestellt, ob sie Bilder malen, Collagen erstellen oder Filme drehen. Eine Klasse nimmt sogar einen Song auf und auch eine „Klangcollage“ wird von einer Schule angekündigt. „Darauf bin ich schon gespannt“, sagt Büscher.

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Schüler unterschiedlicher Altersgruppen sind derzeit dabei, ihre Ideen umzusetzen. Und eine Gruppe ist sogar schon fertig.

„Es gibt mehr, was die Parteien verbindet, als sie trennt. Das wird gerne vergessen“
Alfred Mallitzky, Aktionsbündnis

Einige Klassen der Gesamtschule haben für Montag um 13.30 Uhr eine Aktion angekündigt, die alle Schüler in der Pause einbinden soll. Was genau sich dahinter verbirgt, weiß das Aktionsbündnis noch nicht. Gespannt ist die „Jury“ allemal.

Sie plant nicht nur, die besten Arbeiten mit Preisen zu belohnen, sondern auch, einen kleinen Film daraus zu erstellen.

Das Filmchen soll in die Ausstellung, die nach dem Ende des Wettbewerbs geplant ist, eingebunden werden. Nach der Preisverleihung am 31. März in der Konzertaula, sollen die Arbeiten in der Stadthalle ausgestellt werden. „Vielleicht machen wir daraus eine Wanderausstellung“, sagt Alfred Mallitzky, Mitglied im Aktionsbündnis.

Alle Schüler werden für ihre Kreativität belohnt

Mit seiner Idee rannte das Aktionsbündnis bei den Schulen offene Türen ein. Denn alle weiterführende Schulen beteiligen sich. Und das, obwohl die Lehrer, die die Schüler begleiten, schon ausgelastet sind. „Deshalb will ich den Pädagogen ein Lob aussprechen“, sagt Büscher.

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Er hat schon in der Vergangenheit, als er noch Polizeibeamter in Kamen war, einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Er drehte sich um die Frage „Brauchen wir Regeln?“ Unterstützt wurde der Wettbewerb vom Lionsclub BergKamen. Der Club ist auch dieses Mal als Hauptsponsor dabei. „Wir waren letztes Mal begeistert von den Resultaten“, sagt Stefan Milk, Sprecher des Lionsclubs. Sein Verein wird die Arbeiten mit Preisen belohnen, jedes Projekt erhält einen Preis.

Neben dem Lionsclub gibt es weitere Sponsoren, doch Büscher ist noch auf der Suche nach weiteren Unterstützern. Auch aus der Politik kommt Hilfe. Alle Parteien, die derzeit im Rat vertreten sind, setzen sich für den Wettbewerb ein. Denn unterschiedliche politische Meinungen haben bei dieser Aktion freilich nichts zu suchen. „Es gibt mehr, das die Parteien verbindet, als sie trennt. Das wird gerne vergessen“, sagt Mallitzky.

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