Jetzt gezogen! Die Losgewinner des Martinszuges

dzWie ein Schwarm kleiner Glühwürmchen

Ausgerüstet mit Laternen und Fackeln zieht der von der Kolpingsfamilie organisierte Sankt Martinszug durch die Innenstadt bis in den Postpark. Dann werden die Gewinner der Losaktion gezogen.

von Jan Dreher

Kamen

, 11.11.2018, 11:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als sich die Dunkelheit über die Stadt gelegt hat, füllt sich der Platz vor der Pauluskirche nach und nach mit Menschen. Schon bald denkt man, ein Schwarm Glühwürmchen würde den Platz zwischen den Kirchen bevölkern. Bei genauerem Hinsehen erkennt der Beobachter leuchtende Schafe, schwebende Feuerwehrautos, Drachen und Einhörner, die den um diese Uhrzeit sonst eher einsamen Kirchplatz zum Leuchten bringen.

Anlass der Ansammlung mysteriöser Leuchtkörper ist der Umzug zum Martinstag der Kolpingsfamilie Kamen. „Um die 300 Teilnehmer“, schätzt Franz-Hugo Weber, Ehrenvorsitzender der Kolpinger, seien gekommen. Das sei „im Vergleich zu vor 20 oder 30 Jahren zwar weniger“, aber immer noch ein zufriedenstellender Zulauf. Denn am Ende wäre es „entscheidend, dass man allen Kindern der Stadt einen Martinszug bieten kann.“ Damit stellt die Kolpingfamilie sicher, dass auch die Kinder, die nicht über ihren Kindergarten oder die Schule an einem Umzug teilnehmen können, die Gelegenheit haben, ein solches Ereignis mitzuerleben.

Ein beeindruckender Anblick

Jetzt gezogen! Die Losgewinner des Martinszuges

Das liebevoll ausstaffierte Ensemble des Martinspiels zeigte im Postpark vor etwa 300 Zuschauern die Geschichte rund um Sankt Martin. © Borys Sarad

Und so ist es für die vielen Familien sicher ein beeindruckender Anblick, wie der Sankt Martin in seinem typischen roten Mantel und dem Römerhelm auf einem prachtvollen weißen Pferd am Fuß der Pauluskirche thront. Angeleuchtet von den lodernden Wachsfackeln der vielen Begleiter des Umzuges und dem bunten Licht der Laternen führt der bekannte Heilige den Umzug an und weist die Richtung zum Postpark.

Kein Wunder, dass bei dem Vorbeiziehen der gut 200 Meter langen leuchtenden Schlange einige neugierige Beobachter aus den Fenstern der Wohnhäuser und den Eingängen der Geschäfte in der Fußgängerzone gucken. Unter Blaulicht vom Deutschen Roten Kreuz begleitet, Ross und Reiter mit der Polizei an der Seite voran, zieht sich die Karawane aus Kinderwagen und fußläufigen Familien unter Blasmusik gen Postpark. Klassiker wie „Ich geh mit meiner Laterne“ schallen dem Umzug weit voraus.

Nachdem der Tross die Innenstadt hinter sich gelassen und die letzte Engstelle in Form der kleinen Holzbrücke, die die Seseke kreuzt, unbeschadet überwunden hat, kommt der Zug im Postpark zum Stillstand. Gut ausgeleuchtet und über Lautsprecher schallverstärkt bekommt das Publikum, das den Hügel im Zentrum des Parks umringt, in drei Akten die Geschichte des römischen Soldaten Martin dargeboten.

Warum der großzügige Martin eigentlich ein Heiliger ist und warum er einen eigenen Umzug bekommt erfahren die neugierigen Laternenträger nach der aufregenden Wanderung durch die dunkle Hansestadt. Gerade wegen der Verknüpfung mit der Geschichte des Martinstages seien „die meisten sehr angetan“ hebt Franz-Hugo Weber hervor.

Die Gewinner jener Tombola (siehe Infokasten), deren Erlös an die Kinderklinik Königborn geht, können die erspielten Preise an der Klosterstraße 8 bei der Kolpingfamilie abholen.

  • Folgende Nummer sind bei der Losaktion gezogen worden: 24, 67, 115, 136, 237, 239, 292, 319, 364, 422, 437, 537, 548, 581, 689, 722, 852, 865, 885, 932.
  • Die Gewinne sind bis zum 26.11.2018 bei der Kolpingsfamilie Kamen, Klosterstraße 8, Tel. (02307) 75188 werktags von 10 bis 17 Uhr abzuholen.
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