Die Märkische Straße wird grau-beige beschichtet. Der feinkörnige Splitt haftet auf einem Harz, der zuvor auf den Asphalt geschmiert wurde. © Stefan Milk

In Kamen ändert eine Straße komplett ihre Farbe: Statt Asphaltschwarz nun Hellgrau

Neue Farbe für die Neue Mitte in Heeren-Werve: Dabei verwandelt die Märkische Straße ihr Aussehen komplett: Durch einen hellen Straßenbelag aus Splitt. Schippe für Schippe wird er aufgetragen.

Das i-Tüpfelchen für die Neue Mitte in Heeren-Werve besteht aus vielen Tupfern, genauer: Aus einer Spezialfarbe, die seit Donnerstag mit Farbrollen und Spachteln auf die Straße gebracht wird. „Dabei ist viel Handarbeit angesagt“, erläutert Bauleiter Sebastian Schmücker. Die Märkische Straße verändert ihr Aussehen dabei erheblich: Von Asphaltschwarz auf Graubeige. Möglich macht das ein Splitt, der mit der Schaufel aufgetragen wird. Er trägt die Bezeichnung „Röhrig-Granit“.

Die neuen Bänke in der Neuen Mitte: Manch ein Bürger fragt sich, warum eine der Sitzbänke (hinten im Bild) direkt auf das Schaufenster gerichtet ist.
Die neuen Bänke in der Neuen Mitte: Manch ein Bürger fragt sich, warum eine der Sitzbänke (hinten im Bild) direkt auf das Schaufenster gerichtet ist. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Arbeiten wegen eines Schauers unterbrochen

Am Donnerstagmorgen war Auftakt für die interessanten Arbeiten auf der Märkischen Straße. Durch den neuen Straßenbelag verschmilzt die Straße optisch mit dem benachbarten Platz – zwischen Küchen Specht und Volksbank soll der Bereich wie aus einem Guss erscheinen.

Wegen eines Schauers mussten die Arbeiten unterbrochen werden – bei Nässe kann der Belag nicht aufgetragen werden. Am Freitag ist die Fortsetzung geplant. „Am Montag soll die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden“, so Schmücker.

Am Ende kommt die Kehrmaschine

Die Straße wurde zunächst „kugelgestrahlt“, damit sie sauber wird. Dann wurde per Rolle und Spachtel klebendes Harz aufgetragen, auf dem der Splitt, der mit Schaufeln aufgetragen wurde, anhaftet. Bevor der Verkehr wieder rollen kann, beseitigt eine Kehrmaschine den überschüssigen Splitt.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke