In der Villa „Lach und Krach“ in Kamen darf sich jedes Kita-Kind frei bewegen

dz25 Jahre Awo-Kindergarten

Kinderhände spielten die Luftgitarre: Die Kita „Villa Lach und Krach“ in Heeren hat ausgelassen den 25. Geburtstag feiert. Angefangen hatte die Geschichte der Awo-Einrichtung mit drei Gruppen.

von Niklas Mallitzky, Carsten Fischer

Kamen, Heeren-Werve

, 16.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Clown mit einem Händchen für Ballontiere, ein Kinderliedermacher und jede Menge Spielstationen: Die Kindertagesstätte „Villa Lach und Krach“ an der Bergstraße in Heeren-Werve feierte am Wochenende ihr 25. Jubiläum mit mehr als 200 Gästen.

Überall auf dem Gelände an der Bergstraße gab es etwas zu erleben, und das Gelände ist groß. Erst 2016 wurde das von Martina Hacheney geleitete Familienzentrum um einige Räume der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule erweitert und bekam zwei Gruppen hinzu. 110 Kinder werden von elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Angefangen hatte die Geschichte der Kita am 1. September 1994 mit drei Gruppen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. 2008/2009 startete das Team mit den ersten vier U3-Kindern, heute sind 32 Kinder aus dieser Altersgruppe.

Offenes Konzept zeichnet die Kita „Villa Lach und Krach“ aus

Von der anfänglichen Betreuung in drei relativ identischen Gruppenräumen entwickelte sich die Kita in 25 Jahren zu einer Einrichtung mit einem offenen Konzept. „Gruppenräume wurden zu Funktionsräumen und die Villa-Kinder eroberten das ganze Haus und konnten sich so frei und nach ihren Wünschen bewegen“, schilderte Awo-Unterbezirksvorsitzender Hartmut Ganzke bei der Jubiläumsfeier.

Einige Meilensteine in der Kita-Geschichte waren die Anerkennung als „Bewegungskindergarten“ (2002) zur Sportförderung, der Umbau des Dachgeschosses (2009), die Zertifizierung als Familienzentrum (2009) und ein Anbau für eine Gruppe von zehn Kindern (2014). Die Kita gilt als feste Institution in Heeren-Werve. Leiterin Martina Hacheney und ihrem Team ist neben der offenen pädagogischen Arbeit und dem Schwerpunkt „Bewegung“ die Zusammenarbeit mit dem Stadtteil wichtig.

Ehrenamtliche sammeln Spenden und spielen mit Kindern

Die Kita beteiligt sich regelmäßig an Veranstaltungen wie dem Heerener Weihnachtsmarkt, dem Heerener Sommer und Aktivitäten des Awo-Ortsvereins. Senioren unter Regie des örtlichen Awo-Chefs Jörg Theis bringen sich in die Kita-Arbeit ein. Claire Kellermann sorgt wöchentlich für ein hauswirtschaftliches Angebot.

Die Einrichtung kann jede Unterstützung gut gebrauchen. Steffi Gosmann ist im Förderverein aktiv, ihre Tochter Marilou ist fünf Jahre alt. Gemeinsam mit Annika Fabricius, die ihre beiden zwei- und fünf Jahre alten Söhne in die Einrichtung schickt, sorgte sie beim Fest für eine klingende Spendenkasse. So konnten Besucher Ballons samt Karte fliegen lassen, Lebkuchenherzen und Popcorn erwerben. Der Förderverein hat früher bereits eine Matschanlage, einen Pavillon und die Kletterwand in der Turnhalle mitfinanziert.

Liedermacher singt Geburtstagsständchen

Sind es nun Schmetterlings-, Elfen- oder Drachenflügel? Ein bisschen von allem wahrscheinlich, je nachdem welches Kind man am Samstagnachmittag fragte. Seit Beginn des Jubiläumsfestes knotete sich ein Clown die Finger an Ballontieren wund. Mit Drachen- oder Feenflügeln auf dem Rücken ging es für viele Kinder weiter an den Schminktisch von Carmen Rita Meyd und Petra Steiner. Egal ob Junge oder Mädchen, hier bekam jeder, was er am schönsten findet. „Wir haben heute auch schon einen Vater geschminkt“, so Meyd. „Der hat sich dann aber doch für eine Blumenranke und gegen den Regenbogen entschieden.“

Liedermacher Klaus Foitzik begeisterte die jungen Besucher mit seinen Beiträgen. Da begannen sogar einige Eltern, mit dem Fuß zu wippen. Die schwungvolle Luftgitarren-Einlage blieb allerdings reine Kindersache.

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