Im Restaurant Stadt Kamen bleibt es hinter neuer Fassade bewährt schmackhaft

dzGastronomie in Kamen

Alona Gailat hat im Restaurant Stadt Kamen als Angestellte gearbeitet. Im Oktober 2019 übernahm sie voller Tatendrang selbst das Restaurant. Der Karriere-Sprung - doch dann kam Corona.

Kamen

, 30.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie ist eine Frohnatur, geht optimistisch durch das Leben. Im Oktober vergangenen Jahres hat Alona Gailat motiviert und voller Ideen das Restaurant Stadt Kamen übernommen. Zuvor hat die zweifache Mutter selbst lange Zeit im Lokal gearbeitet, als sich die Chance ergab, den Restaurantbetrieb hauptverantwortlich zu übernehmen.

Jetzt lesen

Die ersten Monate liefen bestens, die 14 Angestellten hatten alle Hände voll zu tun - bis zum März. Das Coronavirus bescherte den Gaststätten und Restaurants den Shutdown. „Acht Wochen lang ging gar nichts mehr. Ein Außer-Haus-Betrieb für Steak- und Fischgerichte war undenkbar“, erklärt die 38-jährige Russin, die mittlerweile nur noch sieben Angestellte hat. Hotel-Inhaberin Heike Schaumann verzichtete im April dankenswerter Weise auf die Pacht, stimmte überdies zu, die Mai-Zahlung zu verschieben.

„Zwei Hochzeiten sowie acht Kommunionen und Konfirmationen wurden abgesagt.“
Alona Gailat

„Es war eine schwere Zeit. Nach einem Monat meldeten sich bereits die ersten Stammkunden, die den Duft des beliebten Angus-Steaks mit Champignons vermissten oder das Toskana-Schnitzel genießen wollten - auch zu Hause“, beschreibt Alona Gailat die Situation. „Aber auch daraus wurde nichts. Zwei Hochzeiten sowie acht Kommunionen und Konfirmationen im Saal wurden letztendlich abgesagt. Das waren wichtige Standbeine. Bitter.“

Das Restaurant Stadt Kamen - hier mit Alona Gailat - bietet auch in der Corona-Zeit immer noch genügend Platz für die Gäste.

Das Restaurant Stadt Kamen - hier mit Alona Gailat - bietet auch in der Corona-Zeit immer noch genügend Platz für die Gäste. © Stefan Milk

Mittlerweile ist der Betrieb unter Corona-Auflagen wieder aufgenommen. Im Restaurant haben noch 25 statt der üblichen 50 Gäste Platz. Der Saal hinten darf immer noch nicht genutzt werden. „Die Gäste haben leider immer noch etwas Angst. Einige wollen auch nicht unbedingt die Formulare ausfüllen, andere stört die Maske, obwohl sie am Tisch abgelegt werden darf“, sagt die Pächterin.

Biergarten mit Blick auf die neue Außenfassade des Hotels

Dabei hat sich einiges auch zum Positiven verändert: Die Außenfassade des Hotels Stadt Kamen wurde in der Corona-Phase erneuert. Mittlerweile stehen neue Schirme im Biergarten am Alten Markt, der sich vor allem am späten Nachmittag immer wieder mit hungrigen und durstigen Gästen füllt.

„Wegen Corona haben wir eine kleinere Speisekarte. An der Qualität der Speisen hat sich aber nichts verändert“, verspricht Alona Gailat. Sie wünscht sich sehnlichst wieder die alten Zeiten zurück, damit für die Russin der sogenannte „amerikanische Traum“ noch in Erfüllung geht.

Gastronomie in Corona-Zeiten
  • Restaurants, Kneipen, Eisdielen dürfen wieder öffnen – aber unter strengen Auflagen.
  • Wir nehmen das zum Anlass, uns vor Ort ein Bild zu machen, wie der Betrieb in Corona-Zeiten läuft.
  • In loser Folge stellen wir unsere heimischen Lokale vor.
  • Tischreservierungen ab 17.30 Uhr sind im Restaurant Hotel Stadt Kamen unter Tel. (02307) 972 900 möglich.
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Ferienspaß für Kinder und Jugendliche
Mitmachzirkus, Maxipark und Kapitänin Margarete: So entsteht keine Langeweile in den Ferien
Hellweger Anzeiger Wirtschaft in der Corona-Krise
Nach zwei Corona-Infektionen durch Tönnies: Bei Vahle liegt das Ergebnis des Massentests vor
Hellweger Anzeiger Bankenfusion
Fusion der Volksbanken: Fahrplan für die Bankhaus-Hochzeit steht – trotz Corona
Hellweger Anzeiger Brameyer Straße
Schlagloch sei Dank: Bürger beenden hartnäckigen Kampf um Tempo 30 zunächst erfolgreich