Horrende Gebühren und Drohkulisse

Wenn Post vom Inkassobüro kommt

Die Verbraucherzentrale stellt eine Checkliste für richtiges Verhalten zusammen. „Die durch Zahlungsverzug entstehenden Kosten dürfen nicht unnötig aufgeblasen werden“, sagt Elvira Roth.

Kamen

10.10.2018, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Horrende Gebühren und Drohkulisse

Elvira Roth (l.) und Sandra Bartsch informieren über die Maschen der Inkassobüros.Sarad © Borys Sarad

Post vom Inkassobüro – oftmals mit horrenden Gebühren und Drohkulisse – möchte niemand bekommen. Doch schon eine zurückgewiesene Lastschrift, weil Gehalt oder Sozialleistung noch nicht auf dem Konto war, oder ein Zahlendreher bei der Überweisung kann dazu führen, einen unliebsamen Brief zu bekommen. „Die durch Zahlungsverzug entstehenden Kosten dürfen nicht unnötig aufgeblasen werden“, sagt Elvira Roth von der Verbraucherzentrale Kamen. Sie rät, Forderungen erst einmal zu überprüfen und nicht gleich draufloszuzahlen.

Für das richtige Verhalten gegenüber Inkassobüros hat die Verbraucherzentrale eine Checkliste zusammengestellt:

Forderungs-Check: Auch wenn mit Gerichtsvollzieher, Kontosperrung oder Schufa-Eintragung gedroht wird: bei Schreiben von Inkassobüros ist erst einmal zu prüfen, für welche Forderung eigentlich gezahlt werden soll. Manchmal behaupten Inkassobüros einfach nur, dass Verträge geschlossen oder Rechnungen nicht beglichen wurden. Zahlungen eintreiben dürfen nur Inkassobüros, die auf der Internetseite www.rechtsdienstleistungsregister.de registriert sind.

Kosten-Check: Es gibt keine festen Regeln, wie hoch die Kosten eines Inkassobüros sein dürfen. Aber 70,20 Euro für die Mahnung einer einfachen Rechnung bis 500 Euro zu verlangen, ist zu viel. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW dürften dafür 27 Euro angemessen sein. Wichtig: Zusätzliche Kosten für Telefonate, einzelne Briefe oder Kontoführungsgebühren müssen nie gezahlt werden.

Ratenzahlung als Kostenfalle: Häufig wird in den Ratenzahlungsvereinbarungen festgeschrieben, dass Inkassobüros für die simple Zustimmung zur Ratenzahlung eine zusätzliche Gebühr berechnen dürfen. Kleinstraten lohnen sich deshalb oft nicht.

Ratenvereinbarung mit Fußangeln: Auch muss nicht alles, was in den Vereinbarungen vorgelegt wird, unterschrieben werden. Denn häufig sind da Stolperfallen versteckt. Mal ist zum Beispiel darin vorgegeben, dass die Gesamtforderung akzeptiert wird – einschließlich der viel zu hohen Kosten.

Nicht einschüchtern lassen: Inkassobüros drohen häufig bei Nichtzahlung mit dem Gerichtsvollzieher oder ähnlichem. Verbraucher sollten sich aber nicht einschüchtern lassen. Viele dieser Drohungen kann das Inkassobüro gar nicht umsetzen.

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