Höllisch-heißer Abend ganz im Zeichen von Kiss

dzCold Gin im Freizeitzentrum

Plateau-Schuhe, Make-up und ein satter Sound ziehen zahlreiche Fans der Kultband zum Auftritt der bekannten Tribute-Band „Cold Gin“ aus dem Siegerland.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 08.10.2018, 12:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nebelschwaden steigen von der Bühne auf, die ganz in rotes Licht gehüllt ist. „The Demon“ legt seinen Bass in der typischen Axtform zur Seite, greift eine Fackel und entlässt einen gleißenden Feuerball aus seinem Mund. Das Publikum jubelt, der Abend ist ein voller Erfolg.

„Cold Gin“, so lautet nicht nur der Titel von einem der bekanntesten Lieder der Band „Kiss“, sondern auch der Name der Tribute-Band aus dem Siegerland, die jetzt die Stimmung im Freizeitzentrum auf der Lünener Höhe zum Kochen bringt. Zum ersten Mal treten die vier Musiker dort auf, mit rund 100 Besuchern ist das FZ gut gefüllt. Kein Wunder, denn „Cold Gin“ gehört in Deutschland zu den bekannteren Kiss-Tribute-Bands. Den Fokus legen die Musiker zwar auf die 70er- und 80er-Jahre der Bandgeschichte, trotzdem streuen sie auch neuere Titel in ihr Programm ein. So folgt auf die effektlastige Nummer „Firehouse“ von 1974 der Titel „Psycho Circus“ aus dem Jahr 1998.

Bevor die Gruppe auf die Bühne schreitet, stimmt die Fünfer-Kombo „Acoustic Rising“ das Publikum ein. Auch sie hat einige Kiss-Lieder im Gepäck, allerdings in ein akustisches Gewand verpackt. Während die Kamener Band in die Saiten greift, bereitet sich „Cold Gin“ auf den Auftritt vor. Kiss ist bekannt für das auffallende Makeup, das natürlich auch die Siegerländer auftragen. Marcus „The Spaceman“ Hofer ist schon voll ausstaffiert, samt Lederklamotten und Plateau-Schuhen. „Damit gehen zu lernen, war gar nicht so einfach“, berichtet Hofer und muss schmunzeln. „Wenn man mit den Schuhen stürzt, fällt man tief.“ Die Figur des Spaceman wird seit 2002 von Tommy Thayer verkörpert, Hofer sieht sich aber eher in der Tradition des Gründungsmitglieds und originalen Spacemans Ace Frehley. Der Weggang Frehleys habe die Fangemeinde damals schon schockiert, erinnert er sich. „Mittlerweile ist aber alles vergessen und vergeben. Frehley und Gene „The Demon“ Simmons unterstützen sich bei Projekten mittlerweile sogar gegenseitig.“

Auch die Fans im Publikum sind über die alte Fehde hinweg. Stefan Hönig steht mit Kumpel Patrick vor der Bühne, für ihn sei die Band in den 70ern ein Kontrastprogramm zum Mainstream gewesen. „Die Musik und das Makeup haben sich hervorragend zum Rebellieren geeignet.“ Ihren Lieblingssong haben die Zwei auch schon gehört, „Deuce“ ist an diesem Abend die Eröffnungsnummer.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Mit Chor aus Heeren
Konstantin Wecker - erst fällt Auftritt ins Wasser, dann klappt‘s doch: „Das war der Hammer!“
Hellweger Anzeiger Gesamtschule
Erst feurige Musik, dann aus dem Nichts ein gleißender Feuerball: So läuft der Tag der offenen Tür
Hellweger Anzeiger Nicht jedes Knöllchen zulässig
Nach dem Mega-Knöllchen: Wie man sich gegen Strafen der privaten Parkplatzwächter wehren kann
Hellweger Anzeiger Wirtschaft: Firma Vahle
Mit Fleiß zum Erfolg: Als Fachlagerist schickt Niclas Georg täglich Ware auf die Reise
Hellweger Anzeiger Streifenwagen beschädigt
Verfolgungsjagd im Kamener Kreuz: Polizei stellt den Täter kriechend durch den Kofferraum
Meistgelesen