Brutale Auseinandersetzung am Treffpunkt der Trinkerszene: Ein Mann liegt am Boden, ein zweiter drückt ihn herunter. Der Mülleimer ist beim Aufprall aus der Verankerung geflogen. © Carsten Fischer
Polizeieinsatz

Hier prügeln sich zwei Männer auf dem Kamener Marktplatz

Die Trinkerszene beherrscht den Platz am Marktbrunnen in Kamen, ohne dass Kontrollen des Ordnungsdiensts Wirkungen zeigen. Nun ist die Situation wieder einmal eskaliert.

Am Kamener Marktbrunnen geht es oft hoch her, wenn sich dort Angehörige der sogenannten Trinkerszene treffen. Betrunkene Männer und Frauen unterhalten sich lautstark miteinander oder grölen herum. Manchmal bringt einer Lautsprecher mit und dreht Musik auf. Kronkorken werden in hohem Bogen auf das Pflaster geschnippt.

Je höher der Alkoholpegel steigt, desto größer wird die Gefahr, dass die Unterhaltungen aus dem Ruder laufen und in Streit ausarten, wie Nachbarn und Anwohner schon aus Erfahrung wissen. Am Montag gegen 14.20 Uhr eskalierte die Situation wieder einmal.

Zwei Männer gerieten im Rausch zunächst verbal aneinander, dann wurde es brutal. Es entwickelte sich eine Schlägerei, bei der einer der beiden Männer den Kürzeren zog und auf dem Boden landete. Sein Kontrahent drückte ihn weiter bedrohlich auf den Boden und gegen das Metallgestell eines Mülleimers, der durch die Wucht des Aufpralls polternd aus der Verankerung geflogen war.

Durch zwei Zeugen per Notruf alarmiert, erschien die Polizei nach wenigen Minuten mit einem Streifenwagen auf der Bildfläche. Zwischenzeitlich hatten sich die beiden Männer voneinander gelöst und sich offenbar wieder vertragen. Während Polizisten die Kontrahenten und Zeugen befragten, fuhr noch ein weiterer Streifenwagen vor. Die Beamten sprachen mindestens einen Platzverweis aus und fertigten eine Strafanzeige. Ernsthaft verletzt wurde augenscheinlich niemand.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer

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