Heroisch und leicht, aber auch schwermütig

Sinfoniekonzert am 10. Oktober

Die Neue Philharmonie Westfalen sorgt gleich bei ihrem zweiten Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit für seelische Anspannung und emotionalen Hochdruck.

Kamen

08.10.2018, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heroisch und leicht, aber auch schwermütig

Stefan Vladar ist in Doppelfunktion beim Konzert am Mittwoch in der Konzertaula aktiv: Als Dirigent und Pianist.Borggreve © Marco_Borggreve

Das Ensemble präsentiert ein Programm in der tragischen Tonart d-Moll. Solist und Dirigent ist der Österreicher Stefan Vladar, der als Pianist und Dirigent regelmäßig auf internationalen Podien zu Hause ist. Am Mittwoch, 10. Oktober, ist die Konzertaula von der Tonart erfüllt. Auftakt ist um 19.30 Uhr.

Seelische Anspannung

Als „schwermütig“ und „düster“, aber auch „heroisch“ wird die Tonart d-Moll von den Musikgelehrten der Mozart-Zeit beschrieben. Mozart wählte sie als dämonischen Untergrund für sein Requiem und den „Don Giovanni“.

Und auch in seinem Klavierkonzert Nr. 20 sorgt d-Moll für große seelische Anspannung und emotionalen Hochdruck. Bei der Uraufführung dirigierte Mozart das Orchester vom Klavier aus. Ihm tut es der Österreicher Stefan Vladar gleich. Er ist nicht nur ein international gefragter Pianist, sondern außerdem Chefdirigent des Wiener Kammerorchesters.

„Schwermütig“ und „heroisch“ – diese Charakterisierungen passen perfekt zu der „Tragischen Ouvertüre“ von Brahms. In den schroffen Klippen und Kanten dieser Musik vermuteten Zeitgenossen einen Vorklang zu einer „Hamlet“- oder „Faust“-Oper.

Leichtigkeit und Grazie

Der finnische Komponist Jean Sibelius hätte in den langen Winternächten seiner Heimat allen Grund gehabt, eine besonders finstere d-Moll-Sinfonie zu schreiben. Stattdessen überrascht seine Sechste mit Leichtigkeit und Grazie. Sie erinnert, so Sibelius, „an den Duft des ersten Schnees“. Dass sie die Vorstellungen von einem „typischen“ d-Moll-Werk unterläuft, hat vielleicht auch damit zu tun, dass Sibelius über weite Strecken eine verwandte Kirchentonart, das Dorische, nutzt. Es klingt heller, leichter – eben „schneeiger“.

Karten gibt es im Fachbereich Kultur des Kreises Unna unter Tel. (0 23 03) 271441 und per E-Mail unter doris.erbrich@kreis-unna.de. Sie kosten zwischen 12 und 24 Euro (ermäßigt 9 bis 21 Euro) und liegen nach Vorbestellung an der Abendkasse bereit. Mehr über den Solisten Stefan Vladar: www.stefanvladar.com
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