Hereinspaziert in das neue Freizeitzentrum Lüner Höhe

dzNeubau abgeschlossen

14 Monate haben die Bauarbeiten gedauert, nun ist das Kamener Freizeitzentrum Lüner Höhe um einen Neubau reicher. Ein Blick in den neuen Treffpunkt für Bürger, Familien und Vereine.

Kamen

, 26.10.2018, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Michael Wrobel, Leiter des Freizeitzentrums Lüner Höhe, trägt ein breites Lächeln im Gesicht, während die Band Rawsome Delights im Hintergrund „I Wan’na Be like You“ spielt, den Song des Affen King Louie aus dem Film „Das Dschungelbuch“. Das Königreich von Wrobel, in dem 14 Monate lang gehämmert, geschraubt und gebohrt wurde, ist nun um einen Neubau reicher – rund 220 Quadratmeter Fläche für Büros und vor allem für neue Veranstaltungen und Treffen im Freizeitzentrum. Das Dickicht aus Gerüsten, Planen und Absperrungen sowie das Affentheater der Baumaschinen haben Wrobel, sein Team und vor allem die Nutzer des Freizeitzentrums hinter sich. Bei der offiziellen Eröffnung am Freitag mit Gästen aus dem Quartier, der Politik und dem öffentlichen Leben wurde das ausgiebig zelebriert, am Samstag soll um 19.30 Uhr die Eröffnungsparty unter dem Motto „Zurück in Zukunft“ folgen.

Wrobel verschwendet keine großen Worte in der Eröffnungsrede, man sieht ihm an, dass er am liebsten gleich loslegen möchte mit der Arbeit in den neuen Räumlichkeiten. „Das ist besonders toll für unser Team. Wir können uns nach der monatelangen Bauzeit ganz auf unsere Arbeit konzentrieren“, freut er sich. Bisher musste die Verwaltung und einige der Angebote des Zentrums im kleinen Nachbargebäude abgewickelt werden. „Das sind schätzungsweise 75 Quadratmeter“, meint Wrobel, ein Bruchteil davon steht für die Büros bereit. Doch diese Zeiten sind vorbei, der Neubau mit großen Fensterflächen und hellen, lichtdurchfluteten Räumen bietet genug Raum für Verwaltung, Treffen und neue Angebote. Der Frauenchor Einigkeit wird seine Chorproben zukünftig etwa im Freizeitzentrum abhalten, der Freizeitkreis „Mensch ärgere dich nicht“, wartet mit einem bunten Spielangebot auf, außerdem soll es neue Mutter-Kind-Veranstaltungen geben.

Ein Treffpunkt in der Zeit der sozialen Medien

1,8 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. 1,5 Millionen Euro stammen aus Fördergeldern vom Land, den Rest steuert die Stadt Kamen bei. Zuständig für den Bau war der Architekt Thomas Schmidt, der ein gleichnamiges Architekturbüro betreibt. Neben dem 220 Quadratmeter großen Neubau konnte auch der Altbau saniert werden, „das war auch dringend notwendig“, sagt Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD). Sie steht hinter dem Projekt, auch wenn ihr die Einwände bekannt sind. „Nein, wir hätten von dem Geld keine Straßen bauen können“, sagt sie in ihrer Eröffnungsrede. Die Mittel vom Land seien dazu da, damit man auch in Zeiten der Haushaltssicherung in solche Projekte investieren kann. „Sonst würde man sich solche Projekte dreimal überlegen“, meint die Bürgermeisterin und ergänzt: „In der heutigen Zeit mit den sozialen Medien brauchen wir einfach Orte, an denen wir uns persönlich treffen und zueinanderfinden können.“ Das Freizeitzentrum habe bereits seit einiger Zeit den Charakter eines Bürgerhauses – es ist ein Treffpunkt für die Menschen des Quartiers und Veranstaltungsort für Vereine.

Video
Süße Showeinlage im Freizeitzentrum Lüner Höhe

Das sieht auch Dezernent Jürgen Dunker so. Er begleitet in verschiedenen Tätigkeiten die Entwicklung des Hauses bereits seit seiner Entstehung 1981. Gerade durch Michael Wrobel habe sich die Funktion des Zentrums immer weiter vom Jugendzentrum zu einer Art Bürgerhaus verändert, das von den Bürgern unterschiedlichster Milieus gerne genutzt werde. „Das ist in vielerlei Hinsicht Wrobel und seinem Team zu verdanken“, sagt Dunker, „Ich bin absolut begeistert.“ Die Begeisterung scheinen viele zu teilen. Als Wrobel sich nach einer kleinen Tanzaufführung der Kinder der Kita Atlantis die Wünsche für die Zukunft anhört, die Kinder und Mitarbeiter an einem Wunschbaum befestigt haben, wird sein Lächeln noch etwas breiter. Kein Wunder, denn unter anderem wünschen die Kinder ihm und seinem Team einen „schönen Regenbogen und ganz viel Glück“.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Einwohnerfragestunde

Feinstaub-Ärger in Kamen: Wie ein Bürger den Vize-Rathauschef in die Mangel nimmt

Hellweger Anzeiger Tag der offenen Tür

Stressfrei und schneller zum Einsatz: Das neue Feuerwehrhaus macht’s den Rettern einfacher

Hellweger Anzeiger mit Video und Bildergalerie

Flotte Tänze und Kostüme: Beeindruckende Zeitreise zum 50. Geburtstag der Gesamtschule

Meistgelesen