Rufbereitschaft in der Silvesternacht: Hellmig-Krankenhaus ist für Unfälle gewappnet

dzJahreswechsel

Während die einen ausgelassen ins neue Jahr feiern, sind andere zur Stelle, wenn bei der Feierei etwas schiefgeht. Mit besonderen Dienstplänen ist das Hellmig-Krankenhaus auf alles vorbereitet .

Kamen

, 28.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch in der Silvesternacht gibt es Notfälle und Unfälle. Ärzte und Pfleger sind im Kamener Hellmig-Krankenhaus deshalb rund um die Uhr im Einsatz – egal ob Weihnachten, Silvester, Ostern oder ein anderes Fest gefeiert wird. Im Vergleich zu den anderen Festen ist Silvester aber wohl das, was man am ehesten mit einem Krankenhausaufenthalt in Verbindung bringt. Schließlich gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Nachrichten von Menschen, die sich in der Nacht verletzt haben.

Dass die Silvesternacht im Kamener Krankenhaus also so friedlich verlaufen wird wie die Weihnachtsfeiertage – in denen es laut Pressesprecher Klaus-Peter Wolter keine besondere Häufung von Fällen gab – ist wohl eher unwahrscheinlich. Das Krankenhaus ist deshalb für alles gewappnet. „Grundsätzlich stellen wir uns vorbeugend so auf, dass wir an den Feiertagen flexibel reagieren können, falls es zum Beispiel an Silvester zu besonderen Vorkommnissen kommt“, so Wolter. Das Team ist dank langjähriger Erfahrung eingespielt und man weiß, wie ein Dienstplan an so einem Tag aussehen muss.

Ärzte stehen als Rufbereitschaften bei Bedarf zur Verfügung

Laut Wolter wurden entsprechende Dienstpläne erstellt und Rufbereitschaften organisiert, über die bei Bedarf zusätzliches Personal ins Haus gerufen werden kann. Ein Arzt, der zu Hause ist, kann also nicht unbedingt auch eine Silvestersause feiern. Gibt es Engpässe, fährt er ins Hellmig-Krankenhaus, um jene zu verarzten, die es mit ihrer Silvestersause vielleicht übertrieben haben.

Entspannter ist es für Ärzte und Feiernde freilich, wenn nichts passiert. Mediziner rufen deshalb Jahr für Jahr vor Silvester zur Vorsicht auf. Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) stellten im vergangenen Jahr eine Liste mit Ratschlägen zusammen. Darin zu finden ist unter anderem, dass keine selbst hergestellten oder illegalen Böller verwendet werden sollen, sondern nur Produkte, die mit CE-Zeichen und BAM-Prüfnummer ausgestattet sind. Auch sollen Feuerwerkskörper nicht am Körper getragen werden.

Kinder oder Jugendliche sollten nichts abfeuern. Vor allem letztere sind laut Ärzteblatt besonders häufig von schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper betroffen. Doch nicht nur Jugendliche neigen dazu, unvorsichtig zu sein. Das schafft auch Alkohol. Deshalb raten die Ärzte davon ab, Feuerwerkskörper zu zünden, wenn Alkohol im Spiel ist.

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