Hellmig-Krankenhaus: Besucher bleiben zum Schutz der Patienten weiter draußen

dzCorona-Vorsorge

Krankenhäuser dürfen Patienten zwar schon seit Wochen wieder Besuch erlauben, machen es aber vorsichtshalber nicht. Das Hellmig-Krankenhaus will an dieser Sonderregelung auch über den 30. Juni hinaus festhalten.

Kamen

, 25.06.2020, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Darf man eigentlich Patienten im Krankenhaus besuchen? Wer im Hellmig-Krankenhaus anruft, bekommt in der Telefonzentrale eine klare und freundliche Auskunft. Nein, Besuche sind weiterhin nicht möglich. Das gelte vorerst bis zum 30. Juni.

Krankenhäuser

Besuchsverbot

  • Das Besuchsverbot in Krankenhäusern im Kreis Unna ist zum dritten Mal verlängert worden. „Die Sicherheit von Patienten und Personal geht weiter vor“, teilte der Kreis Unna bereits am Dienstag mit. Deshalb würden die Krankenhäuser im Kreis in Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde ihre Türen für Besucher bis einschließlich 31. August grundsätzlich weiter geschlossen halten.
  • Die Krankenhäuser hatten die Wiedereröffnung für Besucher, die ab 20. Mai erlaubt gewesen wäre, zunächst auf 2. Juni und dann auf 30. Juni verschoben.

Doch auch für die Zeit danach, bis zum 31. August, steht schon fest, dass Angehörige keinen Zutritt bekommen. Einer Absprache zwischen Krankenhäusern im Kreis Unna und dem Kreisgesundheitsamt zufolge wird das Besuchsverbot wegen der Corona-Pandemie zum dritten Mal verlängert. Das Gesundheitsamt hat die Regelung vorigen Dienstag bekannt gegeben.

Der Infektionsschutz wiegt aus Krankenhaus-Sicht mehr als der Wunsch von Patienten, Besuch im Krankenzimmer zu empfangen. Klaus-Peter Wolter, Sprecher des Klinikum Westfalens, bestätigt die Verabredung mit dem Gesundheitsamt und weist darauf hin, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist. „Es gab einige Vorfälle, die zeigen, dass das Virus noch da ist“, sagt er. Damit spielt er an auf den Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik-Tönnies, deren Mitarbeiter auch im Kreis Unna wohnen, aber auch auf Corona-Ausbrüche in Krankenhäusern außerhalb des Klinikums Westfalen.

Das Klinikum Westfalen mit den Standorten Brackel, Lütgendortmund, Lünen und Kamen wappnet sich weiter mit einem speziellen Hygienekonzept gegen das Coronavirus. Die Klinikleitungen im Kreis Unna und das Gesundheitsamt seien sich einig, dass das Risiko für eine Öffnung derzeit noch zu groß sei. „Es bleibt bei den aktuellen Regelungen“ sagt Wolter, und das heißt: Besuche nur in Ausnahmefällen aus medizinischen, ethischen oder sozialen Gründen in Absprache mit dem Klinikpersonal.

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