Im Hellmig-Krankenhaus werden nach längerer Pause nun auch wieder Corona-Patienten behandelt. (Symbolfoto) © Archiv
Krankenhaus in Kamen

Hellmig-Krankenhaus behandelt wieder Corona-Patienten

Die steigende Zahl von stationären Corona-Patienten sorgt dafür, dass auch im Hellmig-Krankenhaus wieder welche behandelt werden. Besucher kommen nur mit negativem Test in die Klinik.

51 Patienten mit einer Covid-19-Infektion wurden Stand Mittwoch (1. Dezember) in Krankenhäusern im Kreis Unna behandelt. Einige von ihnen liegen in Kamen, wobei öffentlich nicht bekannt ist, wie viele es sind.

Klaus-Peter Wolter, Sprecher des Klinikums Westfalen, bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion nur, dass wieder ein separierter Stationsbereich eingerichtet worden sei, „in dem wir einige Covid-Patienten behandeln“. Allzu viele dürften es freilich nicht sein, denn vor einem Jahr hatte das Krankenhaus mitgeteilt, es gebe auf der Corona-Station fünf Betten für Patienten, die nicht intensivmedizinisch betreut werden müssten, sowie ein Intensivbett mit Beatmungsmöglichkeit.

Intensivmedizinische Fälle seien aber aktuell nicht darunter, so Wolter.

In der Klinik am Park Lünen und im Knappschaftskrankenhaus Dortmund, die mit dem Hellmig-Krankenhaus einen Klinik-Verbund bilden, werden auch intensivmedizinisch Covid-Patienten behandelt. Diese Häuser fungieren schon seit dem Herbst 2020 als Schwerpunkt-Krankenhäuser für Corona-Patienten. Sie sind als Lungenfachzentren besonders dafür geeignet.

Operationen werden nicht verschoben

Geplante Operationen würden im Hellmig-Krankenhaus indes weiterhin nicht verschoben, wie der Klinikum-Sprecher weiter mitteilt. Die Gesundheitsminister der Länder hatten die Krankenhäuser bundesweit vor einigen Tagen dazu aufgerufen, planbare Eingriffe zu verschieben. Am Hellmig-Krankenhaus besteht dafür offenbar keine Notwendigkeit. Mitte November hieß es dazu: „Unsere medizinischen Experten raten nach wie vor dringend davon ab, diagnostische oder therapeutische Aktivitäten im Zuge anderer Krankheitsbilder aufzuschieben.“

Besucher brauchen einen negativen Test

Das gesundheitliche Leistungsspektrum soll nicht beschränkt werden. Ohne Beschränkungen geht es pandemiebedingt allerdings nicht auf Seiten der Besucher und ambulanter Patienten. Sie brauchen inzwischen einen negativen Test, um das Krankenhaus betreten zu dürfen. Ausgenommen sind Notfälle. „Dazu verpflichtet uns das Infektionsschutzgesetz“, so Sprecher Klaus-Peter Wolter.

Das bedeutet konkret: Alle Besucher müssen ein negatives Schnelltestergebnis (nicht älter als 24 Stunden) vorlegen unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind. Weitere aktuelle Besuchsregeln finden sich auf der Internetseite des Krankenhauses unter klinikum-westfalen.de.

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Jahrgang 1982. Aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Politik-Studium in Münster über Dortmund ins schöne Holzwickede. Verheiratet, Familienvater. Seit 2000 Journalist, seit 2010 beim Hellweger. Mag das Ruhrgebiet, Currywurst und gut gemachte Nachrichten – digital und gedruckt.
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Kevin Kohues

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