Heiner Lauterbach, Herbert Herrmann und Martin Lindow: Karten für Konzertaula auch online

Neue Plattform im Internet

Eine neue Ticket-Plattform für Stücke mit Heiner Lauterbach, Martin Lindow und Herbert Herrmann. Über www.kamen.de können Karten für die Konzertaula jetzt auch im Internet bestellt werden.

Kamen

, 23.10.2018, 10:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heiner Lauterbach, Herbert Herrmann und Martin Lindow: Karten für Konzertaula auch online

Katja Herbold von der Stadtverwaltung versorgte die Kulturdurstigen voriges Jahr mit Mineralwasser. In diesem Jahr ist die Warteschlange nicht so lang geworden. Das Kulturamt hatte sich personell verstärkt. Nun gibt es die Tickets auch online. © Stefan Milk

Der Online-Knoten ist geplatzt. Ab sofort gibt es für die Aufführungen der beiden städtischen Kulturreihen in der Konzertaula an der Hammer Straße auch Karten über das Internet. Wer Heiner Lauterbach und all die anderen Bühnenstars sehen möchte, der muss künftig nicht mehr das Rathaus aufsuchen.

„Ab sofort steht für Interessenten auch das Online-Ticketing zur Verfügung“, meldete jetzt Jörg Höning, der im Rathaus die beiden Theaterreihen „Krimis und Komödien“ und „Großes Abonnement“ betreut. Damit kann er im Kulturausschuss am Dienstag, 30. Oktober, nicht nur rekordverdächtige Besucherzahlen vermelden, sondern auch technischen Fortschritt. Dieser hätte eigentlich schon beim Verkaufsstart am 3. September greifen sollen – die von der Stadtverwaltung beauftragte Software-Firma hatte den Termin aber nicht halten können. Es kam an dem ersten Verkaufstag zwar wieder zu einer längeren Warteschlange, weil der Fachbereich Kultur nach schlechten Erfahrungen aus dem Vorjahr technisch und personell aufgerüstet hatte, aber diesmal mussten die Theaterfreunde nicht so lange warten.

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Die Online-Karten gebe es, so informiert Höning, zurzeit ausschließlich über die Internetseite www.kamen.de mit der dort sichtbaren Verlinkung „Ticket-Shop“. Unter dem Reiter „Kultur“ könnten die Kartenkäufer den Shop erreichen, auf dem nach Auswahl der gewünschten Eintrittskarten und anschließender Registrierung zwei Bezahlmöglichkeiten angeboten werden, „paydirekt“ sowie Kreditkartenzahlung. Die Bestätigung des Kartenkaufes erfolgt über die Adresse „ticket@home“ als Email mit einem Online-Ticket zum Ausdrucken. „Der Aula-Kunde muss dann den Eintritts-Nachweis ausdrucken und in der Konzertaula vorlegen“, so Höning über den Ablauf.

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Vorteil für den Theaterfreund: Er kann auf einem Blick erkennen, wie nachgefragt die Veranstaltung ist. Während die Plattform für das Beatles-Musical „Please, Mr. Postman“ (Freitag, 26. Oktober) lediglich noch 13 Karten verfügbar sind, bringen es die „Känguru-Chroniken“ (Samstag, 24. November) noch auf 202 freie Plätze. Etwa 670 Karten werden pro Stück verkauft. Ausverkauft ist „Ein Fall für Miss Marple“ (Samstag 3. November) mit Erol Sander.

Die städtischen Kultureinrichtungen im Blickpunkt: Sowohl Musikschule und Stadtbücherei als auch Rathausgalerie und das Haus der Stadtgeschichte sind Thema in der zweiten Jahressitzung des Kulturausschusses am Dienstag, 30. Oktober. Die Leiter der Einrichtungen halten nicht nur Rückschau aufs Jahr, sondern blicken auch auf die Aktivitäten des kommenden Jahres. Die Sitzung, die um 18 Uhr im Sitzungssaal II beginnt, ist öffentlich. Die Berichte sind traditionell Bestandteil der letzten Jahressitzung, in der auch die Musikerinitiative „Laut und lästig“ einen Einblick in die musikalische Arbeit gibt. Vorgestellt werden auch die neuen Stücke der nächsten Theatersaison. Wer sich dafür interessiert, wer ab kommendem Sommer auf der Konzertaula-Bühne steht, kann das in der Ausschusssitzung aus erster Hand erfahren. Zudem wird die Besucherstatistik der vergangenen Jahre für die Konzertaula Kamen ausgewertet.

Ermäßigungen auf den Eintrittspreis sind online indes nicht realisierbar, wie Hönig ausführt. Der Grund: Die Gründe für einen Rabatt müssten beim Erwerb der Karten ausgewiesen werden, Gründe, die über das Internet nicht überprüft und nachvollzogen werden könnten.

Trotz neuer Online-Plattform: Der Fachbereich Kultur will weiterhin die persönliche Beratung und den Kartenverkauf im Kulturbüro anbieten – wo für Ermäßigungen auch die entsprechenden Nachweise wie Studenten- und Schülerausweis bzw. der Nachweis einer Schwerbehinderung gezeigt werden können. Zudem ist die Bestellung über kartenreservierung@stadt-kamen.de möglich oder die Kontaktaufnahme über (02307) 1483512. Höning: „Mit diesen Service können nun auch diejenigen Karteninteressenten erreicht werden, die aufgrund Verhinderungen durch berufliche Tätigkeit während der Öffnungszeiten des Rathauses, durch persönliche Umstände oder auch aufgrund der räumlichen Distanz zum Vorverkauf im Rathaus sonst nur unter Erschwernissen eine Eintrittskarte erwerben könnten.“

www.kamen.de

Kommentar: Nur der erste Schritt

Eine lange Schlange quer durchs Rathaus beim Verkaufsstart der nachgefragten Theaterreihen. Das dürfte in Zukunft der Vergangenheit angehören, wenn sich die Online-Plattform für das sogenannte „Ticketing“, also den Verkauf von Eintrittskarten, etabliert hat. Das kann aber nur der Anfang sein, um Karten auch für andere örtliche Veranstaltungen im Netz zu kaufen. Was für Veranstaltungen mit überregionaler Bedeutung, egal ob Fußballspiel, Konzert oder Messe selbstverständlich ist, sollte auch hier möglich sein. Bestes Beispiel ist die Sinfonische Reihe des Kreises Unna mit dem Landesorchester. Seit Jahren eine hochrangige Reihe mit großer Strahlkraft. Doch wer Karten erwerben möchte, muss noch das Kulturamt des Kreises anrufen. Das sollte nachgebessert werden und, falls möglich, kombiniert werden mit den anderen Konzertaula-Angeboten. Dass es sich um unterschiedliche Träger aus der kommunalen Welt handelt, interessiert den Kulturfreund nicht.

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