Heerener Feuerwehrleute vor dem Einsatz erst auf Parkplatzsuche

dzPlatznot am Gerätehaus

Beengte Platzverhältnisse behindern die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Heeren-Werve offenbar bei ihrer Arbeit. Lokalpolitiker sind alarmiert – ziehen aber unterschiedliche Schlüsse.

Kamen

, 12.12.2018, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Wunsch nach einem Neubau für die Feuerwehr in Heeren-Werve war bei den Haushaltsberatungen einer der Knackpunkte zwischen SPD und CDU. Während die Christdemokraten am derzeitigen Standort wegen beengter Platzverhältnisse keine Zukunft mehr für die Feuerwehr sieht, halten die Sozialdemokraten die bislang dort getätigten und auch die schon geplanten Investitionen für gut angelegt.

Vor diesem Hintergrund gab es am Montagabend bei einem Treffen zwischen SPD-Fraktionschef Daniel Heidler und dem Heerener Löschzugführer Norbert Klein allerhand Gesprächsstoff. Kommunalpolitiker geben sich unabhängig von der Parteifarbe gern als Freund der Feuerwehr, aber die weitgehende Forderung der CDU nach einem Neubau für die Heerener Feuerwache hat die SPD scheinbar ins Hintertreffen geraten lassen.

Klein zeigte der Delegation die neuen Räume der Jugendfeuerwehr, die jetzt eine ehemalige Wohnung am Gerätehaus an der Mittelstraße nutzt. Fraktionschef Heidler berichtete den Feuerwehrleuten von anstehenden Investitionen im kommenden Jahr. 130.000 Euro für die energetische Sanierung des Gerätehauses sind im Haushalt eingeplant.

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Die Löschzugführung zeigte sich erfreut darüber, gab den Gästen aber auch „einige Hinweise für die Zukunft“ mit auf den Weg, wie die SPD anschließend etwas verklausuliert berichtete. Im Klartext: Die beengten Platzverhältnisse wurden thematisiert. Auch über die Möglichkeit eines Neubaus wurde gesprochen, wie Heidler gegenüber der Redaktion bestätigt.

Aber warum überhaupt ein Neubau? Die Halle gilt als zu eng für die heutigen Einsatzfahrzeuge. Es heißt, dass die Feuerwehr sie im Alarmfall erst ein Stück herausfährt, damit die Besatzungen einsteigen können. In den Umkleiden treten sich die Feuerwehrleute gegenseitig auf die Füße. Außerdem gibt es zu wenig Parkplätze. „Der Feuerwehrmann wird alarmiert und begibt sich als erstes auf Parkplatzsuche“, kritisierte Ralf Eisenhardt (CDU) vorige Woche.

Die Mängelliste war für die CDU so gravierend, dass sie ein Neubauprojekt forderte und dieses zu einer der Bedingungen dafür machte, dass sie dem Haushalt zustimmen würde. Eine Einigung kam nicht zustande.

SPD-Fraktionschef Heidler merkt nach dem Besuch vor Ort an, dass sich ein Neubauprojekt leicht fordern lässt. Doch praktisch müsse erst ein Grundstück verfügbar sein, was in dieser Größenordnung schwer sei. Auch das entsprechende „Invest“ lasse sich nicht mal eben darstellen. Zudem wäre der Feuerwehr jetzt nicht geholfen mit einem Projekt, dass vielleicht erst in vielen Jahren realisiert würde. „Man kann über den Neubau nachdenken, aber er ist schwer zu realisieren“, so Heidler.

Dass es weitere Verbesserungen geben muss, darüber ist er sich mit der CDU aber einig. „Der Bereich der Umkleide ist sehr eng, da muss man ran.“

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