„Haus der Bildung“ sorgt für Aufbruchstimmung in Heeren-Werve

dzVHS Kamen-Bönen

Das neue „Haus der Bildung“ in Heeren-Werve soll mehr sein als ein Ort des Lernens. Es soll im Ortsteil auch die Infrastruktur stärken und eine Brücke bauen zwischen Kamen und Bönen.

Heeren-Werve

, 20.09.2019, 16:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr als eine Million Euro hat die Stadt Kamen investiert, um die ehemalige Käthe-Kollwitz-Schule in ein „Haus der Bildung“ zu verwandeln. Jetzt endlich ist die neue Heimat der Volkshochschule Kamen-Bönen eröffnet.

Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen erinnerte daran, dass der Bauzeitplan durcheinandergeraten war, als in der Wandfarbe der Schule eine PCB-Belastung festgestellt wurde. Der komplette Putz musste runter, die Arbeiten verzögerten sich, Kämmerer Ralf Tost habe es „Schweißperlen auf die Stirn getrieben“.

Bei der offiziellen Eröffnung am Freitagvormittag zeigte sich, dass sich der Aufwand gelohnt hat: Die VHS verfügt jetzt über hochmoderne Räume, in denen sie ihre Angebote bündeln kann. Ob Werkraum, EDV-Raum, Küche oder Bewegungsraum – den Möglichkeiten scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.

„Haus der Bildung“ sorgt für Aufbruchstimmung in Heeren-Werve

Viele Gäste kamen zur Eröffnung in das „Haus der Bildung“ in Heeren-Werve. © Marcel Drawe

Jetzt hat sich auch ein Förderverein gegründet. Passend zur Eröffnung des „Hauses der Bildung“ ging auch die Internetseite www.foerderverein-vhs-kamen-boenen.de am Freitag online. Kappen, die im „Haus der Bildung“ auch eine Stärkung der Infrastruktur in Heeren-Werve sieht, warb dafür, dem Verein beizutreten.

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Immer wieder fiel beim Festakt der Begriff Demokratie. Der stellvertretende Landrat des Kreises Unna Martin Wiggermann etwa sagte, er richte bewusst den Gruß des gesamten Kreistags aus. Ob das in zwei Jahren auch noch möglich sei, sei zweifelhaft, spielte Wiggermann auf einen möglichen Einzug der AfD in den Kreistag an – ohne die Partei namentlich zu nennen. Damit schlug er in dieselbe Kerbe wie Elke Kappen. Die hatte erklärt, politische Bildung sei in den aktuellen Zeiten von besonderer Bedeutung.

„Bildung kann ein Leben verändern. Davon bin ich fest überzeugt.“
VHS-Leiter Dr. Thomas Freiberger

„Die Volkshochschulen sind Orte der Demokratie“, machte Dr. Thomas Freiberger, Leiter der VHS Kamen-Bönen, deutlich, dass er diese Rolle stärken will. Er betonte die Bedeutung von Bildung und die Chancen, die sich für jeden Einzelnen daraus ergeben.

Ein Problem ist aktuell die Frage, wie VHS-Angebote zukünftig besteuert werden. Der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarekk erklärte, er setze sich dafür ein, deutlich zu machen, dass viele Angebote der Volkshochschulen keine Freizeitangebote seien und nicht entsprechend besteuert werden sollten.

Die „Lange Nacht der Volkshochschulen“ bot dann Einblicke in die Welt der VHS, lockte aber auch mit Unterhaltung.

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