Er stand schon auf der Opernbühne in Dortmund: Kamener schreibt launige Geschichten über Musik

dzNeuerscheinung

Hans-Helmut Götte ist leidenschaftlicher Chorsänger. Der „Spätberufene“ entdeckte diese Liebe durch seine Söhne wieder. Dass er so auch zum Buchautor wurde, hätte er selbst nie gedacht.

Kamen

, 28.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was Hans-Helmut Götte anpackt, macht er richtig. Jetzt hat der 64-Jährige, der viele Jahre 100- und 200-Meter-Läufer sowie Trainer in der Leichtathletik-Abteilung des VfL Kamen war, ein Buch herausgebracht. „Mein einziger Anspruch ist, die Leser zu unterhalten“, sagt er bescheiden.

Launige Geschichten auf 64 Seiten

Im 64-Seiten-Büchlein geht es um Musik im engsten und weitesten Sinne. Und wer ein Faible für Musik hat, der muss an vielen Stellen richtig laut lachen. Erst recht, wenn er Chorerfahrung besitzt. Egal, ob Schulchor, Kirchenchor oder professionell arbeitender Chor. Jeder Sänger wird sich – und Mitsänger - an irgendeiner Stelle des Buches wiederfinden.

Selbst aktiver Chorsänger

Hans-Helmut Götte weiß genau, wovon er launig und humorvoll berichtet. Er war selbst in vielen Chören aktiv: Sang seit 2003 im Kamener Oratorienchor, später im Märkischen Motettenchor und schaffte es als Laiensänger in den Chor der Opernbühne Dortmund und damit auf die Bretter, die für viele die Welt bedeuten.

Auch Auftritte mit dem Philharmonischen Chor Dortmund gab es. Doch diese Zeit ist für Götte vorbei. Nach seinem ganz persönlichen Höhepunkt hat er seine Hobby-Karriere als Sänger beendet, sozusagen in der Sternstunde seines Erfolgs. Bei einem Auftritt in der Leipziger Thomaskirche sang Götte eine Solopartie. „Das war für mich eine Ehre, und sehr emotional“, gibt er zu. „Und auf dem Höhepunkt sollte man einfach aufhören.“

Aufstand nur im Aktenordner

Da scheint es fast wie ein Zeichen, dass sein Büchlein mit Anekdoten aus seiner Chorzeit den Titel „Der Aufstand der Noten“ trägt. Diese Geschichte ist nur eine Überarbeitung, aber so etwas wie der Auslöser für Göttes Kreativität im Schreiben.

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Der Kamener Sängerfreund Wilhelm Kemmer hatte den „Aufstand der Noten“ einst mit zu einem bunten Abend gebracht, und inspirierte Götte, selbst etwas Ähnliches für eine Feier beim Motettenchor in Iserlohn zu schreiben. Das wurde zum vollen Erfolg - und Götte Jahr für Jahr fester Programmpunkt. Doch die lustigen Kurzgeschichten über Musik und klassische Chöre landeten danach nur im Aktenordner.

Einem Rat gefolgt

„Das war eine Lose-Blatt-Sammlung. Ich hatte nie vor, die zu veröffentlichen“, gibt Götte zu. Doch im Frühjahr beknieten ihn etliche Chormitglieder, genau das zu tun – und nach Rücksprache mit Fachleuten folgte Götte dem Rat.

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Nun liegt ein 64-Seiten-starkes Büchlein vor, in dem Noten zum Leben erwachen oder der Kaffee „bütte müt Mülch“ getrunken wird, „wüe ümmer“. Ein Spaß nicht nur für Insider, wenn Kabbeleien zwischen Tenor und Bass aufkommen oder die Nervosität des Sängers in einem Zwiegespräch mit dem Komponisten bekämpft wird. Natürlich habe er die Dinge „bewusst überzeichnet“, sagt Götte, doch niemals war es zu viel.

Neues Hobby noch ungewiss

Ob das Schreiben nun Göttes neues Hobby wird, muss die Zeit zeigen. Ein paar Ideen für neue Geschichten schlummern schon handschriftlich in einer dicken Kladde, „aber ich habe auch noch Beruf und Frau“, sagt Götte.

Das Buch

Der Aufstand der Noten

  • Das 64 Seiten starke Büchlein gibt es online zum Preis von 4,99 Euro nicht nur gedruckt, sondern auch als e-Book.
  • Die ISBN-Nummer lautet 978-3-750-41325-2.
  • Gedruckt wird das Werk nur auf Bestellung. Versandkosten entstehen dem Käufer nicht.
  • Geordert werden kann das Werk über die Homepage www.aufstand-der-noten.de
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