Händler bereiten sich auf Schlussspurt vor den Feiertagen vor

dzWeihnachtsgeschenke

Endspurt beim Geschenkekauf, in wenigen Tagen ist Weihnachten. Der Einzelhandel hat also gerade Hochkonjunktur, Zeit für eine erste Bilanz der Händler in Kamen.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 15.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Noch eine Woche, dann ist endlich Weihnachten! Es ist das Fest der Liebe und des Kommerzes. Alle Jahre wieder müssen neue Geschenkideen her, die Läden sind voll mit Kunden auf der Suche nach etwas Passendem. Doch welche Geschenke sind in diesem Jahr die beliebtesten, wie gehen die Geschäfte mit dem Weihnachtsandrang um und haben die Kamener ihre Geschenke schon eingekauft?

Jörg Pelzer hat den Unterricht auf den Marktplatz verlegt. Nun steht er am Rand der Eisfläche, die noch bis Anfang Januar den Markt bereichert, und schaut seinen Schülern zu. „Ich habe tatsächlich schon alle Geschenke besorgt“, sagt Pelzer. „Ich habe bereits im September die ersten Geschenke gekauft.“ Nun könnte man glauben, dass heutzutage die gesamte Geschenkeflut aus dem Internet kommt, dem sei aber gar nicht so, meint Pelzer. „Einige Sachen stammen auch aus dem Einzelhandel, wenn ich etwas Schönes sehe, dann kaufe ich es.“

So gut organisiert wie Pelzer scheinen nicht alle zu sein, die Kamener Geschäfte erleben auch eine Woche vor Weihnachten noch ein deutlich erhöhtes Kundenaufkommen. Besonders gefragt seien in seinem Laden auch in diesem Jahr wieder die Tablets, sagt Andreas Brumberg, Inhaber des Elektromarktes „Brumberg“. „Aber auch hochwertige Desktoprechner, ausgelegt auf Videospiele, laufen gut.“ Die Geschenke müssen die Kunden zwar selbst einpacken, dafür haben die Angestellten bei dem hohen Kundenaufkommen momentan einfach keine Zeit. Ein Einpacktisch steht dafür aber im Laden bereit.

Händler bereiten sich auf Schlussspurt vor den Feiertagen vor

Bei Andreas Brumberg schlagen Gamer-Herzen höher. © Stefan Milk

Auch in der „Mayersche Buchhandlung“ ist das Weihnachtsgeschäft im vollen Gange, hier seien Spielwaren in diesem Jahr besonders beliebt, erzählt Filialleiterin Meike Westermann. Kochbücher erfreuen sich ebenfalls wieder wachsender Beliebtheit, so Westermann: „Vor allem die lokale Küche erfährt viel Aufmerksamkeit.“ Hier packen die Angestellten die Geschenke ein, weihnachtlich und auf Wunsch auch neutral.

Theresa Liedtke schlendert über die Winterwelt. Die 21-Jährige verlässt sich nicht allein auf Online-Händler und sucht bewusst auch in Kamener Läden nach passenden Präsenten. „Ich möchte auch die lokalen Einzelhändler unterstützen“, so Liedtke. Besonders ihre Mutter mache ihr den Geschenkekauf schwer. „Die äußert nämlich nur selten Wünsche.“

In den kleineren Geschäften ist die Weihnachtszeit ebenfalls zu spüren. In ihrem Laden seien es meistens Frauen, die sich mit Wolle eindecken, berichtet Barbara Friedrichs, Inhaberin des Wollfachgeschäfts „Die WollLust“. „Gelbe Wolle ist derzeit sehr beliebt“, so Friedrichs, „hochwertig muss sie sein, ein Kontrast zu der Massenware mit viel Kunststofffasern.“

Händler bereiten sich auf Schlussspurt vor den Feiertagen vor

Besonders zu Weihnachten beliebt: Die Wolle von Barbara Friedrichs. © Stefan Milk

„Bibendum“ heißt der Geschenkartikelladen von Sigrid Lewerentz, sie verkauft zur Weihnachtszeit vermehrt dekorative Glaskunstanhänger, zum Beispiel für den Christbaum. „Witzige Dinge sind gefragt, je bunter und verrückter desto besser.“ So trägt der Frosch ein 70er-Jahre Disko-Outfit, ein Schimpanse blickt entspannt in die Ferne.

Händler bereiten sich auf Schlussspurt vor den Feiertagen vor

Witzige Dekoartikel gibt es bei Sigrid Lewerentz auch aus Glas. © Stefan Milk

Einen verkaufsoffenen Sonntag gab es in der Vorweihnachtszeit nicht, dafür das „Late Night Shopping“, bei dem einige Läden einen Tag lang bis 22 Uhr geöffnet blieben, während eine Modenschau auf dem Markt stattfand. Bei den Händlern kam die Idee nur mäßig an, die Bücherei und der Elektromarkt haben auf die Teilnahme verzichtet. Friedrichs und Lewerentz hatten die Läden geöffnet, mehr Kundschaft brachte das nicht, so Friedrichs. „Die Leute waren bei der Modenschau. Wir hatten hier nur wenig Laufkundschaft.“ Einen verkaufsoffenen Sonntag würde sie begrüßen. „Der müsste aber besser beworben werden, zum Beispiel mit Schildern der teilnehmenden Geschäfte.“

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