Gute und schlechte Nachricht auf dem Nordring – wie Corona die Bauarbeiten beschleunigt

dzGroßbaustelle B233

Große Fortschritte auf dem Nordring, aber noch einmal eine Einschränkung mit Einbahnstraße bis September. Auch Corona hat geholfen, dass die Bauarbeiten so weit fortgeschritten sind.

Kamen

, 09.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei große Veränderungen auf der Bundesstraßen-Großbaustelle Nordring (B233) kündigen sich an. Mit einer guten Nachricht und einer schlechten Nachricht.

Die gute Nachricht: Die Stormstraßen-Kreuzung ist bald wieder frei. Die wichtige Verbindung von und nach Bergkamen kann wieder störungsfrei genutzt werden.

Die schlechte Nachricht: Der Nordring verwandelt sich für längere Zeit in eine Einbahnstraße Richtung Osten. Es geht nur noch von Hochstraße bzw. Westring in Richtung Münsterstraße. „Mit dieser Regelung können wir es schaffen, die Baumaßnahme bis etwa Oktober abgeschlossen zu haben“, begründet Bernd-Josef Neuhaus, der als Leiter der Stadtentwässerung Kamen (SEK) die Baustelle leitet.

Der Nordring bekommt ein völlig neues Aussehen. Die Arbeiten, die im Mai vorigen Jahres starteten, sollen im Herbst abgeschlossen werden.

Der Nordring bekommt ein völlig neues Aussehen. Die Arbeiten, die im Mai vorigen Jahres starteten, sollen im Herbst abgeschlossen werden. © Stefan Milk

Wichtiger Verbindungspunkt nach Bergkamen wieder frei

Zunächst beginnen am Mittwoch die Asphaltierungsarbeiten auf der südlichen Straßenseite – im Teilbereich zwischen Stormstraße und Grimmstraße, jener Bereich, der den wichtigen Kreuzungspunkt, der Bergkamen anbindet, einschließt.

Die Asphaltkocher rücken ebenso für einen anderen Teilbereich, etwas abseits der Durchgangsstraße an: Dann wird der nördliche Abschnitt der Fritz-Erler-Straße hinweg über die Kreuzung Bogenstraße erneuert.

Beide Bereiche sollen bis zum 17. Juni fertig sein. Dann kann von der Stormstraße, die von Bergkamen auf den Nordring führt, auch wieder links abgebogen werden in Richtung Münsterstraße.

Seit Mai vergangenen Jahres wird auf dem Nordring gearbeitet. Fertige Abschnitte mit gepflasterten Bürgersteigen und rotgeklinkerten Fahrradstreifen verschaffen schon einen Eindruck, wie sehr sich die zuvor unansehnliche Straße verändern wird.

Seit Mai vergangenen Jahres wird auf dem Nordring gearbeitet. Fertige Abschnitte mit gepflasterten Bürgersteigen und rotgeklinkerten Fahrradstreifen verschaffen schon einen Eindruck, wie sehr sich die zuvor unansehnliche Straße verändern wird. © Stefan Milk

Arbeitsgemeinschaft Nordring kooperiert störungsfrei

Seit Mai vergangenen Jahres wird auf dem Nordring gearbeitet. Fertige Abschnitte mit gepflasterten Bürgersteigen und rotgeklinkerten Fahrradstreifen verschaffen schon einen Eindruck, wie sehr sich die zuvor unansehnliche Straße verändern wird. Die Bauunternehmungen Gehrken und Märkische Tiefbau bilden für das 7,2-Millionen-Euro Projekt, in dem der Kanalbau inbegriffen ist, die „Arbeitsgemeinschaft Nordring“. Bisher in störungsfreier Kooperation.

„Wir liegen im Zeitplan“, so Neuhaus mit Blick auf die prognostizierte Fertigstellung im September. Dabei habe auch das Thema „Corona“ ein wenig geholfen. „Zeitweise war sehr wenig Verkehr auf der Baustelle. Dann konnte auch mal ein Lkw auf der Straße stehen bleiben.“ Nach den Lockerungen habe man die Veränderung sofort gespürt. „Da war gleich das Zwei- bis Dreifache auf der Straße.“

Der südliche Bereich des Nordrings steht kurz vor der Fertigstellung. Ab Mittwoch beginnen dort die Arbeiten.

Der südliche Bereich des Nordrings steht kurz vor der Fertigstellung. Ab Mittwoch beginnen dort die Arbeiten. © Stefan Milk

Insgesamt ist die Baustelle 730 Meter lang

Insgesamt ist die Baustelle 730 Meter lang. Die Arbeiten umfassen den Bau von neuen Kanälen, neuen Geh- und Radwegen, Fahrbahnen, Grünstreifen, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege, sprich: Der Nordring wird einmal komplett umgekrempelt, damit er eine völlig neue Optik erhält.

Die Großbaustelle hat Autofahrern schon viele Nerven gekostet, vor allem im Bereich der einmündenden Stormstraße, die gesperrt wurde. Doch die Leidenszeit für Autofahrer ist bald beendet, wenn der Bereich wieder komplett frei ist.

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