Wahlergebnisse in Grün, Rot oder Magenta: Acht interaktive Stadtpläne von Kamen erlauben eine Wahlanalyse auf der Ebene der 40 Wahllokale. © Stefan Milk
Kommunalwahl in Kamen

Grafische Wahlanalyse: Alle 40 Kamener Wahllokale auf acht interaktiven Karten

Das Wahlergebnis in bunten Farben: Acht interaktive Grafiken erlauben einen ganz anderen Blick auf den Ausgang der Kommunalwahl in Kamen. Klicken Sie auf das Wahllokal, in dem Sie abgestimmt haben.

40 Wahllokale waren am 13. September in Kamen geöffnet. Jeweils zwei gehörten zu einem Wahlbezirk, in dem ein Direktkandidat zur Wahl stand. Mit interaktiven Karten lassen sich die Ergebnisse grafisch auf einem Stadtplan darstellen. So wird ein neuer Blick auf den Wahlausgang möglich.

Die SPD gewann alle 20 Wahlbezirke und holte damit 20 Direktmandate. Das Stadtgebiet ist deshalb in der folgenden Grafik tiefrot eingefärbt. Klicken Sie mit der Maus auf die Grafik und fahren Sie mit dem Zeiger darüber, um das Gesamtergebnis für jeden einzelnen der 20 Wahlbezirke zu sehen (einschließlich der Briefwähler). Es öffnet sich ein kleines Fenster mit Informationen zu diesem Wahlbezirk. Zum Fixieren des Fensters wieder klicken, zum Lösen erneut klicken.

Wie hat die SPD in den einzelnen der 40 Wahllokale abgeschnitten? Die folgende Karte ist kleinteiliger als die erste, weil alle 40 Stimmbezirke (= Wahllokale) abgebildet sind und nicht nur die 20 Wahlbezirke. Die Grafik spiegelt wider, wie die Wähler abgestimmt haben, die ins jeweilige Wahllokal gingen. Die Briefwähler sind nicht berücksichtigt, weil die Stadt Kamen die Ergebnisse nicht den Wahllokalen zuordnet. Grüne Felder bedeuten ein tendenziell schlechteres Ergebnis und magentafarbene Flächen ein tendenziell besseres Ergebnis für die Sozialdemokraten. Ein Feld hebt sich von allen anderen deutlich ab – auf der Lüner Höhe am nördlichen Stadtrand. Dort kandidierte Vize-Bürgermeister Manfred Wiedemann.

Die CDU war oft dort besonders stark, wo die SPD weniger erfolgreich war. Die besseren Ergebnisse der CDU sind in Blautönen dargestellt, die schlechteren in Rottönen.

Die ganze Stadt in Grün – davon können die Grünen träumen. Sie sind der Gewinner des Wahlabends, weil sie starke Zuwächse verbuchten. Hier ist der Stadtplan in verschiedenen Grüntönen eingefärbt – je dunkler der Ton, desto höher sind die Stimmenanteile der Partei.

Die Freien Wähler sind viertstärkste Kraft im Stadtrat geworden. Besonders gut fiel das Ergebnis in den beiden Wahllokal aus, die zum Wahlbezirk des Vorsitzende Helmut Stalz gehören.

Für die Linke trat Reinhard Fehling in dem Wahlbezirk an, in dem die Konzertaula Kamen liegt. Nirgends holte die Partei ein besseres Ergebnis. Je dunkler die Werte, desto besser das Ergebnis für die Linke.

Für die Freien Demokraten bedeuteten zehn Prozent das höchste der Gefühle. Dieser Spitzenwert wurde in Südkamen erreicht, hier Dunkelblau hervorgehoben.

In der folgenden Karte dominiert eine helle Farbe. Das sind die 16 Stimmbezirke, in denen die AfD mangels Kandidaten nicht antrat. Besonders erfolgreich war sie auf der Lüner Höhe, wie an den dunklen Erdtönen zu sehen ist.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer
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