Google-Auto in Kamen gesichtet: Das ist der Hintergrund

dzGoogle

Viele Kamener haben in diesen Tagen ein Google-Auto durch die Straßen fahren sehen. Es ist das Auto, das auch benutzt wurde, um Bilder für Street View aufzunehmen. Doch dieses Mal gibt es einen anderen Grund.

Kamen

, 24.10.2019, 14:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Egal ob Fußgänger, Rad- oder Autofahrer – für viele ist Google Maps ein ständiger Begleiter. Vor allem in fremden Ländern kann es durchaus praktisch sein, sich die Karte der Stadt auf seinem Handy anzeigen zu lassen.

Die Funktion „Street View“ ermöglich zudem, sich 360-Grad-Fotos von den Orten anzusehen – sie wurden entweder von Google selbst geschossen oder von Nutzern, die ihr Material hochgeladen haben.

Als die Fotos aufgenommen wurden, rollten spezielle Google-Autos durch die Städte und erregten die Aufmerksamkeit der Anwohner. Manch einer fühlte sich sicherlich auch ertappt – dabei wurden Gesichter und Autokennzeichen automatisch unkenntlich gemacht.

Google-Auto in Kamen macht Bilder, die nicht veröffentlicht werden sollen

Nun hat ein Google-Auto, das in Kamen gesichtet wurde, wieder für Aufmerksamkeit gesorgt. Kamener haben das Auto, das damals auch die Bilder für Street View aufgenommen hat, etwa in Methler, auf der Hochstraße oder auch auf Friedhofstraße gesichtet.

Ertappt fühlen muss sich dieses Mal aber niemand. Denn Google macht derzeit keine Aufnahmen, die veröffentlicht werden. Bei den Fahrten nutzt Google das Bildmaterial nach eigenen Angaben nur, um die Karten von Google Maps zu verbessern.

Das ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, denn tatsächlich haben die Kamener das Auto richtig als Street-View-Wagen identifiziert. „Es sind dieselben Autos, welche wir in der Vergangenheit genutzt haben, um Bilder für Street View aufzunehmen“, steht in der offiziellen Erklärung von Google.

Gestartet sind die Fahrten bereits Ende März dieses Jahres. Google will mit den neuen Informationen sicherstellen, dass seine vielen Nutzer den Weg zu ihren Zielen finden. „Um dies zu schaffen, müssen wir sicher gehen, die richtigen Straßennamen, Straßenschilder, Streckenführungen und Informationen über Geschäfte und andere Orte, die für euch von Interesse sind, zu verwenden“, so Google.

Google-Fahrten sind fast abgeschlossen

Auch in Kamen hat sich in den vergangenen zehn Jahren einiges getan. Damit künftig auch neue Gebiete und Straßen bei Google Maps zu finden sind, müssen die Google-Autos alles noch einmal neu unter die Lupe nehmen.

Wo die Autos unterwegs sind, hat Google im Internet veröffentlicht. Kamen ist dabei nicht explizit aufgeführt. Stattdessen steht dort Ruhrgebiet. Die Sesekestadt ist offenbar eine der letzten Stationen. Ende Oktober sollen die Fahrten in Deutschland nämlich abgeschlossen sein.

Das sind aber nur ungefähre Angaben: „Aufgrund von Faktoren, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, ist es immer möglich, dass unsere Fahrzeuge nicht starten können oder es zu geringfügigen Abweichungen kommt“, so Google.

Das könne beispielsweise bei schlechten Wetterverhältnissen oder bei Straßensperrungen der Fall sein.

Google ist übrigens nicht nur mit Autos unterwegs. Es gibt sogar ein Schneemobil, an dem eine Kamera befestigt wurde, damit Skifahrer und Snowboarder zum Beispiel den Whistler Blackcomb Mountain in Kanada erkunden können.

Und auch ein Motorroller mit einem Mast besitzt Google, damit auch enge Gassen durchfahren werden können. Dass diese Gefährte die Blicke auf sich lenken, ist keine Überraschung.

Das weiß auch Google. Deshalb erklärt das Unternehmen auf seiner Seite ausführlich, wie Street-View-Bilder entstehen – und wo die Autos langfahren – zumindest in etwa.

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