Alexander Petrov aus Berlin arbeitet für die Berleburger Firma Regupol. Er klebt ein Bodentrampolin ab, bevor der neue Boden für die Spielfläche gelegt wird. © Carsten Janecke
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Gib Gummi im Sesekepark: Vandalismus-Schaden auf Spielplatz beseitigt

Ein neuer Spielteppich für den Sesekepark. Der Mehrzweck-Spielplatz erhält einen neuen Boden, der das Spielen sicherer macht. Damit wird ein länger vorhandener Vandalismus-Schaden beseitigt.

Ein neuer Spielteppich für den Mehrzweckspielplatz im Sesekepark, der den Namen „Generationenband“ trägt. Der teilweise stark ramponierte Boden wird ausgebessert und mit einem neuen Gummigranulat überzogen. Seit Montag ist die Spezialfirma Regupol aus Bad Berleburg dabei, die schadhaften Flächen zu erneuern.

Dafür ist ein Team aus Berlin angereist, das vor allem Vandalismus-Schäden beseitigt. „Als der erste Gummiteppich gelegt wurde, hinterließen dort Unbekannte Schriftzüge und Fußspuren“, sagt Alexander Petrov aus Berlin. Das war bereits 2018 und galt als erster Vandalismus-Schaden im damals neuen Park.

Alexander Patzer verspachtelt das elastische Gummigranulat, das jetzt noch aushärten muss.
Alexander Patzer verspachtelt das elastische Gummigranulat, das jetzt noch aushärten muss. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Elastische Schicht für mehr Spielvergnügen

Außerdem war ein künstlicher Hügel, der den Mehrzweck-Spielplatz am Ende abrundet, kaputt getreten worden – die beschädigte Kuppe war zunächst notdürftig repariert worden. Jetzt erhält sie wieder ihre ursprüngliche Form. „Wir schneiden die beschädigten Stellen heraus, tragen eine schwarze Basisschicht auf, bevor das Gummigranulat, das auch als Tartan bekannt ist, aufgetragen wird“, erklärt Petrov.

Tartanbahnen kennt man vor allem von Sportanlagen, wo Leichtathleten auf federnden 400-Meter-Bahnen ihre Runde drehen. Petrov: „Diese elastische Schicht gibt es auch hier.“ Sie schützt bei möglichen Stürzen und bietet auf der Spielfläche, die mit Bodentrampolinen ausgestattet ist, mehr Spielvergnügen.

Alexander Petrov und die neue Oberfläche auf dem Spielplatz.
Alexander Petrov und die neue Oberfläche auf dem Spielplatz. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Von der Fischreuse bis zum Wasserspielplatz

Nach Abschluss der Arbeiten am Dienstag muss die Fläche noch einen Tag austrocknen, um dann ab Mitte der Woche wieder bespielbar zu sein.

Das Generationenband, das für Jung und Alt Spielmöglichkeiten bietet, ist nur einer von drei großen Spielbereichen, zu denen neben der „Fischreuse“ auch ein Wasserspielplatz zählt: Dort stehen eine Archimedische Spindel, mit der Wasser gefördert werden kann, zwei Pumpen, die auf Knopfdruck Wasser speien, und mehrere Wasserschieber, mit denen das Wasser gestaut und wieder abgelassen werden kann.

Regupol wurde 1954 gegründet

Die Firma Regupol, die jetzt die Arbeiten im Sesekepark verrichtete, wurde 1954 als Berleburger Schaumstoffwerk GmbH (BSW) in Bad Berleburg gegründet. Die Umbenennung erfolgte erst 2019.

Das Familienunternehmen, das in dritter und teilweise vierter Generation geführt wird, beschäftigt nach eigenen Angaben mittlerweile 700 Mitarbeiter weltweit, hat 120 Millionen Euro Umsatz jährlich und verbaut 90.000 Tonnen an recycelten Gummigranulaten, sogenannte Elastomere. Und davon einige Säcke nun auch im Sesekepark.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke

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