Geschenk aus Israel auf Irrweg über vier Wochen

dzShalom Eilat stellt sich neu auf

„Fünf Rücktritte bei Shalom Eilat.“ Die Nachricht lässt aufhorchen. „Nein, es gab keinen Streit. Wir haben uns im Vorstand lediglich etwas verjüngt“, berichtet Vorsitzender Dieter Drescher.

28.11.2018, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Fünf Rücktritte bei Shalom Eilat.“ Die vom Freundeskreis verbreitete Nachricht lässt aufhorchen. „Nein, es gab keinen Streit. Wir haben uns im Vorstand lediglich etwas verjüngt“, berichtet Vorsitzender Dieter Drescher. Für Christel Viertel, die seit 22 Jahren stellvertretende Vorsitzende war, ist nun Melissa Kuscheck nachgerückt. Auch Drescher, 76 Jahre alt, führt den Verein seit 22 Jahren. „Es wäre schön gewesen, wenn sich jemand bereit erklärt hätte, das Amt zu übernehmen“, sagt er. Ausgeschieden sind Renate Jung, Bernd Weitenkamp, Franz Roelvinck und Ingeborg Henning. Den neuen Vorstand um Drescher und Kuscheck bilden nun Werner Herrmann (Schatzmeister), Bettina Arnold-Kuscheck (Geschäftsführerin) und die Beisitzer Hans-Peter Kaminsiki und Marco Pincus.

Der Freundeskreis will den Kontakt in die israelische Partnerstadt Eilat weiterhin eng halten. „Wir haben eine Einladung an unsere Freunde für das kommende Jahr ausgesprochen“, berichtet Drescher. Etwa 15 Eilatis könnten dann der Einladung folgen, Avi Azoulay, Vorsitzender des dortigen Gewerkschafts-Dachverbands Histadrut, habe bereits zugesagt. „Wir werden für sie ein tolles Programm aufstellen.“

Drescher betont, wie wichtig die Völker verbindende Arbeit in Zeiten weltweit zunehmenden Nationalismus‘ sei. Etwa 80 Opfer des Holocaust lebten noch in der Partnerstadt. „Sie treffen sich regelmäßig dort und verfolgen auch, was in Deutschland passiert.“ Mit Hass erfüllte Demonstrationen, ausländerfeindlich und mit rechtsextremer Symbolik wie in Chemnitz, würden in der Partnerstadt mit Sorge beobachtet werden.

Der Freundeskreis sorgt seit mehr als 20 Jahren dafür, dass Geschichte nicht vergessen wird und dass auch wieder intensive Freundschaft erwachsen kann. Ein Zeichen dieser Freundschaft erreichte den Freundeskreis nun nach einem vierwöchigen Irrweg, wie Drescher beschreibt. Eine Bronze-Skulptur, die den Titel „Wir geben uns die Hände“ trägt, hatte der Altenkreis in Eilat auf den Weg nach Deutschland gebracht. „Sie ist nun über das Zollamt in Dortmund und über das Postzollamt in Leipzig in Kamen eingetroffen.“

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