Gegen Rassismus, Hass und Terror: Die Stadt Kamen setzt im Rathaus ein Zeichen

dzDer Opfer von Hanau gedacht

Ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Terror: Der Kamener Stadtrat gedachte am Donnerstag im Rathaus der Opfer des mutmaßlich rassistischen Anschlags in Hanau.

Kamen

, 27.02.2020, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein eindrucksvolles Zeichen gegen rechten Hass und Terror: Der Stadtrat und zahlreiche Bürger, die der Einladung von Bürgermeisterin Elke Kappen gefolgt waren, legten zu Beginn der Ratssitzung am Donnerstag eine Schweigeminute ein, um der Opfer des mutmaßlich rassistischen Anschlags vom 19. Februar in Hanau zu gedenken. Als Teilnehmer darunter auch Jugendliche der weiterführenden Schulen, die im Rahmen eines Politik-Projekts an der Sitzung teilnahmen.

Sie erlebten, wie die Stadt Kamen an dem Abend ein deutliches Signal gegen rechte Gewalt setzte. „Wir haben gedacht, dass dieses Gedankengut der Vergangenheit angehört, gerade in diesem Land“, so Bürgermeisterin Elke Kappen und stellte den Bezug zur deutschen NS-Geschichte her. Doch die Vergangenheit sei präsenter denn je, mahnte sie.

Zentrale Trauerfeier am 4. März in Hanau

„Wir wollen uns deutlich gegen Rassismus, Ausgrenzung und Terror positionieren und zeigen, dass wir als Gesellschaft auf dem Boden unseres Grundgesetzes zusammenstehen“, so die Bürgermeisterin weiter. Es ginge jetzt darum, Solidarität mit den Menschen zu zeigen, die von Hass und Rassismus bedroht seien.

Die zentrale Trauerfeier nach dem Anschlag von Hanau wird nach Angaben der Stadt Hanau am 4. März stattfinden.

An dem gemeinsamen Gedenken des Landes Hessen und der Stadt Hanau an die Opfer des Anschlags vom 19. Februar werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) teilnehmen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihr Kommen „nach momentaner Planung zugesagt“, hieß es.

Der Trauerakt soll um 18 Uhr im Veranstaltungszentrum Congress Park Hanau stattfinden und „wegen der zu erwartenden hohen Teilnehmerzahl“ auf öffentliche Plätze übertragen werden. Auch in Kamen, so wurde Donnerstag deutlich, herrscht „Fassungslosigkeit und Traurigkeit“, wie Elke Kappen sagte.

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