Gegen den Plastikmüll: Verbraucherzentrale ist jetzt „Refill“-Station

Einweg ist Trumpf: Kunden können Wasser tanken

Wasser zum Mitnehmen gibt's ab sofort in der Verbraucherzentrale. Wer eine Flasche dabei hat, kann sich hier für den Durst der nächsten Wegstrecke wappnen. Damit gibt´s weniger Plastkmüll.

von Werner Wiggermann

Kamen

, 02.08.2019, 11:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gegen den Plastikmüll: Verbraucherzentrale ist jetzt „Refill“-Station

Jutta Eickelpasch, Elvira Roth und Karin Scholz stoßen auf die neue "Refill"-Station an - natürlich mit hochwertigem Kamener Wasser, Marke "Kranberger". © Werner Wiggermann

Ab sofort können sich durstige Innenstadtbesucher ihre mitgebrachten Trinkwasser-Flaschen in der Kirchstraße auffüllen lassen. Die Verbraucherzentrale ist eine von vier Stationen in Kamen, die den „Refill“-Service kostenlos anbieten. Aufgefüllt werden die Behälter mit einem echten Premium-Produkt, verspricht Umweltberaterin Jutta Eickelpasch: „Das Kamener Wasser ist sehr gut, weich und lecker.“ Leitungswasser sei das am besten kontrollierte Lebensmittel - auch wenn der Aufwand, es in optimalem Zustand anbieten zu können, immer mehr zunehme.

Hoffnung auf weitere Stationen

„Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt Refill-Station sind“, betont Beratungsstellen-Leiterin Elvira Roth. Ein Aufkleber im Schaufenster weist darauf hin. Das Ladenlokal an der Kirchstraße ist jetzt schon die vierte Station in Kamen, obwohl die Service-Aktion noch relativ jung ist. Das Team der Verbraucherzentrale hofft, dass sich schnell weitere Anbieter anschließen. Mit unterschiedlichen Öffnungszeiten, so dass durstige Passanten (beinahe) immer eine Nachfüll-Station aufsuchen könnten.

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Wie man Einwegmüll vermeidet

Verpackungsmüll vermeiden

„Uns geht es vor allem darum, dass auf diese Weise reichlich Verpackungsmüll vermieden werden kann“, erläutert Jutta Eickelpasch. Am liebsten fülle man Glasflaschen nach, Metallbecher oder auch als Einwegbehälter produzierte Flaschen aus Kunststoff, die dann als Mehrwegflaschen benutzt werden könnten. Am liebsten aber befülle man Glas-Gefäße, schon weil sie leicht zu reinigen seien. So können Verunreinigungen ausgeschlossen werden - außerdem sei Glas beliebig oft recycelbar.

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Auch ein regionales Wasser im Angebot

Ein Glas Wasser zum unmittelbaren Verzehr bieten die Mitarbeiterinnen der Verbraucherzentrale daher schon länger gratis an, wenn ein durstiger Kunde zur Tür hereinkommt. Neben dem in Mehrwegflaschen aufbewahrten besten „Kraneberger“ kredenzen die Gastgeberinnen auch ein regionales Mineralwasser mit Kohlensäure. „Regional“ bedeutet hier eben auch „umweltfreundlich“, erklärt Jutta Eickelpasch. Es wird in Mehrwegflaschen abgefüllt und hat keinen langen Transportweg nach Kamen.

Wenn sich die Konsumenten selbst auf etwas längere Wege begeben wollen, bietet sich dagegen jetzt das „Refill-System“ als optimale Lösung an. Auch deshalb, weil es in Nachbarstädten ebenso schnell Verbreitung findet wie in Kamen. So schnell eben wie eine richtig gute Idee.

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