Gegen den Leerstand: Ina Scharrenbach lässt Geld für Kamens Innenstadt springen

dzEinkaufen in Kamen

Das Geld für die Innenstadt ist da. Mit über 240.000 Euro soll Geschmack auf verwaiste Geschäftslagen in der City gemacht werden. Vielleicht die Rettung für Geschäfte, die von Corona bedroht sind.

Kamen

, 14.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Leerstände, 52 an der Zahl, zeichnen die Innenstadt, dazu gibt es zahlreiche Geschäftslagen, die durch die Corona-Pandemie als kritisch bewertet werden: Das Geld für das angekündigte Sofortprogramm, um in schwierigen Zeiten den Innenstädten zu helfen, ist bewilligt worden. Das kündigte CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhardt, der in der neuen Legislaturperiode den Wirtschaftsausschuss anführt, am Freitag an. Er erhofft sich einen Schub für die Innenstadt.

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Interesse an verwaisten Standorten wecken

Mit dem Förderprogramm des Landes NRW, das 240.309 Euro für Kamen bereit stellt, soll Interesse für die verwaisten Standorten geweckt werden: Gewerbetreibende und andere Nutzer sollen für lediglich 20 bis 40 Prozent der herkömmlichen Miete einziehen können. Ladenlokale sozusagen für lau. Eisenhardt: „Ich denke, wir haben in Kamen gute Chancen, hier Ansiedlungen in der Innenstadt anzustoßen.“ Laut der Beigeordneten Ingelore Peppmeier sollen dabei auch Gründer gelockt werden. Das Programm läuft bis Ende 2023, ein Mietvertrag kann für maximal 24 Monate abgeschlossen werden. Die Stadt Kamen kostet das Programm ca. 24.000 Euro, ein Eigenanteil von zehn Prozent.

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Förderung kommt aus dem Scharrenbach-Ministerium

Das Förderprogramm kommt aus dem Ministerium der Kamener CDU-Ministerin Ina Scharrenbach, die ehemals Fraktionsvorsitzende der örtlichen CDU war.

„Innenstädte und Zentren sind das Gesicht, sind das Herz unserer Städte und Gemeinden“
Ina Scharrenbach

„Innenstädte und Zentren sind das Gesicht, sind das Herz unserer Städte und Gemeinden“, äußert sie. Während des Lockdowns hätten insbesondere Handel und Einzelhandel sowie die Gastronomie erhebliche Umsatzeinbußen erlitten. „Dies wird nachhaltige Veränderungen mit sich bringen. Das ganz bittere dabei: Ganz häufig sind es äußere Umstände, die die Händlerinnen und Händler selbst nicht beeinflussen können und ihre Existenzen, die ihrer Beschäftigten und damit das Gesicht unserer Innenstädte bedrohen.“

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Auf 30 Prozent der Ladenmiete verzichten

Eigentümer von Ladenlokalen, die sich beteiligen, müssen auf mindestens 30 Prozent der bisher veranschlagten Miete verzichten. Zukünftige Nutzer bringen 20 bis 40 Prozent selbst auf, den Rest zahlt das Land.

95 „kritische Nutzungen“ hat die Stadt Kamen in einer aktuellen Analyse identifiziert. Dazu zählen nicht nur die 52 Leerstände und Angebote wie Spielhallen und Goldankauf, sondern vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auch anfällige Branche wie Gastronomie, Reisebüros und Hotels.

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