Gegen Angst-Räume und Vandalismus-Ärger: Stadt schaltet neue Beschwerde-Website frei

dzStädtischer Service

„Sagen Sie uns, was Ihnen nicht gefällt.“ Ab sofort ist die neue Beschwerde-Website der Stadt Kamen im Internet erreichbar. Erstmals kann man dort Fotos von kritischen Situationen hochladen.

Kamen

, 04.12.2019, 12:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Kamen tritt in den „Bürgerdialog“ ein. Unter dem gleichnamigen Titel schaltet sie ab sofort eine neue Website frei, in der die Bürger Kritik äußern, Anregungen geben und Missstände benennen können. Gleichzeitig ist das auch der Auftakt für eine städtische App, die auf Smartphones installiert werden kann. Sie kann unter dem Suchbegriff „Stadt Kamen“ in den einschlägigen App-Stores gefunden werden. „Wichtig ist mir dabei, dass dieses Angebot das persönliche Gespräch nicht ersetzen kann“, so Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) bei der Vorstellung des neuen Services im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag.

Gegen Angst-Räume und Vandalismus-Ärger: Stadt schaltet neue Beschwerde-Website frei

Der Verwaltungsvorstand kreuzt die Arme und wirbt für Bürgernähe, (v.l.) Ingelore Peppmeier, Ralf Tost, Elke Kappen, Dr. Uwe Liedtke und Hanna Schulze. © Stadt Kamen

Für ein lebenswerte, soziale, sichere und saubere Stadt

„Wir alle wollen eine lebenswerte, soziale, sichere und saubere Stadt. Sie zu gestalten und weiter zu verbessern gelingt nur gemeinsam mit den Menschen, die hier leben“, heißt es auf der Seite, die über Startseite der städtischen Homepage zu erreichen ist. Dort klickt man den Knopf „Bürgerdialog“. Dann ist man schon auf der im typischen Stadtdesign gestalteten Internetseite, wo es die Möglichkeit gibt, weitere fünf Knöpfe zu drücken - „Ideen und Beschwerdemanagement“, „Sprechstunden der Bürgermeisterin“, „Sprechen wir über Geld: Bürgerhaushalt“, „Austausch mit Ehrenamtlichen“ und „Weitere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“.

Gegen Angst-Räume und Vandalismus-Ärger: Stadt schaltet neue Beschwerde-Website frei

Auf der im typischen Stadtdesign gestalteten Internetseite gibt es die Möglichkeit, weitere fünf Knöpfe zu drücken - „Ideen und Beschwerdemanagement“, „Sprechstunden der Bürgermeisterin“, „Sprechen wir über Geld: Bürgerhaushalt“, „Austausch mit Ehrenamtlichen“ und „Weitere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“. © Borys Sarad

Gegen Angsträume, Verschmutzung und Vandalismus

Auf der Seite „Ideen und Beschwerdemanagement“ gilt es zunächst, einige Pflichtfelder zur eigenen Person auszufüllen, bevor man sein Anliegen schildern kann - egal, ob es Angst-Räume durch kaputte Straßenlaternen sind, verschmutzte Bürgersteige, die defekte Schaukel auf dem Kinderspielplatz oder die ramponierte Fahrradabstellanlage. Erstmals kann man auch eigene Fotos hochladen, damit man sich im Rathaus buchstäblich ein Bild machen kann von der auffälligen Situation. „Dieses Detail ist mir besonders wichtig“, sagte der Erste Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke. „Man kann das Bild somit direkt ans Rathaus schicken.“

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„Sagen Sie uns, wenn Ihnen etwas nicht gefällt“

„Wir möchten, dass Sie sich in Kamen wohlfühlen und mit den Dienstleistungen der Stadtverwaltung zufrieden sind. Helfen Sie uns dabei, diese weiter zu verbessern. Ihre Ideen, Anregungen und Beschwerden sind hierzu wichtig. Sagen Sie uns, wenn Ihnen etwas nicht gefällt“, heißt es auf der Seite, auf der es weitere Kontaktmöglichkeiten gibt - wie den Hinweis auf die Sprechstunden mit Bürgermeisterin Elke Kappen. Die Sprechstunde ist am Dienstag, 21. Januar, um 11 Uhr im Pavillon auf dem Willy-Brandt-Platz. „Wir sind damit ein ganzes Stück mit der Digitalisierung voran gekommen“, sagte Stadtsprecher Peter Büttner auch mit Blick auf die neue App zufrieden. „Eine schöne Sache für all diejenigen, die sich aktiv am städtischen Leben beteiligen möchten.“

Die bisher drei Rezensionen in den App-Stores bewerten das Angebot sehr unterschiedlich: „Sonst ganz nett gemacht, aber braucht man nicht“, heißt es dort. Ein anderer schreibt dagegen: „Als Kamener ein Muss.“

Informationen auch über die Bürgermeisterin

Informationen gibt es auf der städtischen Homepage jetzt auch über Bürgermeisterin Elke Kappen, die ihre eigene Internetseite zuvor abgeschaltet hatte. Unter dem Reiter „Stadtverwaltung“ gibt es ihr Porträt und ihren Lebenslauf nachzulesen. Zudem gibt es Hinweise auf weitere Ansprechpartner, die stellvertretenden Bürgermeister Manfred Wiedemann und Martin Köhler (beide SPD) und den Verwaltungsvorstand.

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