Gefährlicher Überweg vor Edeka: „Autofahrer kommen angebrettert wie verrückt“

dzVerkehrssicherheit

Der gefährliche Überweg zwischen Edeka und Gesundheitshaus beschäftigt die Heerener Bürger. Sie machen weitere Vorschläge, wie man die brenzlige Situation entschärfen kann.

Heeren-Werve

, 22.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während die Stadtverwaltung im Rathaus an Lösungen arbeitet, den gefährlichen Überweg an der Westfälischen Straße zu entschärfen, mehren sich Vorschläge von Anliegern, wie man für mehr Sicherheit an der brenzligen Stelle zwischen Gesundheitshaus und dem Edeka sorgen kann.

Nachdem die Landfrauen Heeren-Werve sich beim sogenannten Bürgerdialog im Lutherzentrum zu Wort meldeten, ist es nun Günter Kunert, Geschäftsführer der Sportschützen Heeren-Werve, der auf die Gefahr aufmerksam macht.

Zwischen Edeka und Westfälischer Straße wird eine Stelle genutzt, die für das Queren der Straße ungeeignet ist. Dort ergeben sich immer wieder gefährliche Situationen.

Zwischen Edeka und Westfälischer Straße wird eine Stelle genutzt, die für das Queren der Straße ungeeignet ist. Dort ergeben sich immer wieder gefährliche Situationen. © Janecke

Autofahrer kommen „angebrettert wie verrückt“

Die Sportschützen haben ihr Vereinsheim an der Westfälischen Straße und liegen in direkter Nachbarschaft zu der Verkehrs-Problemzone zwischen den beiden Bürgersteigen.

„Es sind nicht nur die Senioren aus dem Pflegeheim und aus der altersgerechten Wohnanlage, die dort kreuzen, weil sie zum Edeka wollen“, hat Kunert beobachtet. „Es geht auch in die andere Richtung – vom Edeka Richtung Seniorenanlage - wohl Kunden, Patienten und Besucher.“ Weil in beide Richtungen ein reger Querungsverkehr entstanden ist, sieht er Handlungsbedarf. „Wer aus Richtung der Hammer Straße kommt, wo zunächst keine Tempobeschränkung ist, kommt oftmals angebrettert wie verrückt. Da muss sich schnell etwas tun“, mahnt er.

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Drei Querstreifen, um dem Verkehr das Tempo zu nehmen

Sein Wunsch ist, dass man einerseits zusätzliche Schilder aufstellt, die darauf aufmerksam machen, dass dort Fußgänger kreuzen könnten. „Ein Schild jeweils rechts und links des Überwegs.“ Zudem, so sein Vorschlag, könnten auf der Fahrbahn zusätzliche Querstreifen aufgebracht werden – „drei Streifen auf jeder Seite, ähnlich wie es auf der Derner Straße vor dem Sesekeweg gemacht worden ist“, schlägt Kunert vor. Auf der Derner Straße sind diese Markierungen dazu da, um auf passierende Radfahrer und Spaziergänger aufmerksam zu machen. „Das wäre auf der Westfälischen Straße auch sinnvoll. Um zu signalisieren: Achtung, Vorsicht, da muss man gleich aufpassen.“ Ein Zebrastreifen kann wohl nicht angelegt werden, weil die Frequenz sowohl an Fahrzeugen als auch an Fußgängern zu gering ist.

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„Bin noch fit im Kopf. Ich weiß doch, was ich tue“

Kunert hat es mehrfach erlebt, dass Senioren die Straße queren wollen, dann aber mit ihrem Rollator nicht über die Bürgersteigkante kommen. „Ich spreche sie dann an und weise auf die Gefahr hin.“ Das aber nicht immer mit Erfolg. Oftmals dann die Antwort, so berichtet Kunert: „Ich bin doch noch fit im Kopf. Ich weiß doch, was ich tue.“

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