Gefährliche Hundeköder: Kamenerin entdeckt tödliche Wurststücke

dzWarnung an Hundehalter

Ein Stück Wurst am Fuße eines Baumes – für Hunde im wahrsten Wortsinn ein gefundenes Fressen. In Kamen hätte es für einen Hund freilich tödliche Folgen haben können.

Kamen

, 06.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Man sollte seine Hunde generell davon abhalten, etwas vom Wegesrand zu fressen“, sagt Polizeihauptkommissar der Kreispolizei Unna, Bernd Pentrop. Hundehalter in Kamen sollten jetzt besonders vorsichtig sein, wenn sie mit ihren Vierbeinern unterwegs sind.

Kamenerin warnt Hundehalter auf Facebook

Eine Kamener Hundehalterin hat am Dienstag an der Ecke Mechelnkamp/Nordring in Höhe der Hausnummer 23 ein Stück Wurst entdeckt, in dem das scharfe Stück eines Cuttermessers steckte. Die Hundehalterin habe gerade noch verhindern können, dass ihr Hund die Wurst frisst, berichtet sie in einem Facebook-Beitrag, in dem sie Hundehalter warnt. „Passt auf eure Fellnasen und auf eure Kinder auf“, schreibt sie.

Die Kreispolizei ist informiert und hat eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gefertigt. Auch das Ordnungsamt der Stadt wurde eingeschaltet. „Wir haben aber keine weiteren Köder gefunden“, sagt Pentrop.

Er betont, dass im Falle eines solchen Fundes die Polizei benachrichtigt werden sollte. Sonst könne keine Anzeige erstattet werden. Außerdem müsse jemand die Köder einsammeln – und das gehe freilich nur, wenn Polizei oder Ordnungsamt informiert sind.

Jetzt lesen

Ein anonymer Beitrag auf der Plattform Facebook hilft der Polizei nicht, auch wenn dadurch viele Menschen erreicht werden. Die Beamten haben keine Zeit, sich durch etliche Kamener Gruppen zu kämpfen. „Wir sind auf die Mithilfe der Bürger angewiesen und für jeden Hinweis dankbar“, so Pentrop.

Gefährliche Hundeköder: Kamenerin entdeckt tödliche Wurststücke

Eine Kamenerin entdeckte einen gefährlichen Hundeköder. Darin steckte eine Klinge aus einem Cuttermesser. © privat

Nicht der erste gefährliche Köder in Kamen

Der aktuelle Fall ist nicht der erste dieser Art. Bereits in der Vergangenheit wurden Köder, in denen zum Beispiel Nägel steckten, ausgelegt. Im April 2019 gab es einen Einzelfall, im Jahr 2014 fielen mehrere Hunde einem möglichen Hundehasser zum Opfer – damals wurden die fiesen Köder in Methler entdeckt.

Danach, dass sich wieder eine solche Serie anbahnt, sieht es derzeit nicht aus. Zumindest sind der Polizei keine weiteren Fälle bekannt.

Um seinen Hund vor möglichen Verletzungen zu bewahren gibt die Organisation PETA auf ihrer Internetseite unterschiedliche Tipps. Hunde können etwa darauf trainiert werden, auf Spaziergängen nichts zu fressen. Ist es schon zu spät und dem Hund geht es offensichtlich schlecht, sollte laut Peta schnell gehandelt werden. Die Tierschützer empfehlen Haltern:

  • 1. Machen Sie sich mit den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Ernstfall vertraut.
  • 2. Sammeln Sie Reste des Giftköders oder evtl. Erbrochenes ein.
  • 3. Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Zeichen gegen Clankriminalität

Polizei und Zoll kontrollieren Shisha-Bars: Illegales Casino muss Betrieb einstellen

Hellweger Anzeiger Kriminalität

Polizeieinsatz in Heeren-Werve: 18-Jähriger bei Streit durch Glasflasche verletzt

Meistgelesen