Fußkranker nach Aufruhr in der Ambulanz zu Geldstrafe verurteilt

dzAufmüpfiger Patient

Normalerweile sind Patienten froh, wenn sie das Krankenhaus verlassen können. Ein Mann in Kamen wollte aber unbedingt bleiben. Dann kam die Polizei.

von Jana Peuckert

Kamen

, 12.12.2018, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Mann hatte sich am Fuß verletzt. Und so begab er sich zum Hellmig-Krankenhaus. Dort wurde schnell klar, dass der Patient unter Alkoholeinfluss stand. Ein Arzt versorgte den Mann und schickte ihn nach Hause. Damit zeigte sich der Patient gar nicht einverstanden. Vielmehr bestand er darauf, stationär aufgenommen zu werden. Das, so der Arzt, sei nicht nötig.

Der Mann weigerte sich, das Krankenhaus zu verlassen. Er setzte sich in einen Rollstuhl und forderte die Mitarbeiter auf, zu versuchen, ihn nach draußen zu bringen. Als das nicht gelang, verständigten die Krankenschwestern die Polizei. Nach mehrfacher Aufforderung schafften es die Beamten, den Mann dazu zu bewegen, das Gebäude zu verlassen. Weit entfernen wollte er sich aber nicht. Er machte es sich auf einer Bank am Eingang bequem und zündete sich eine Zigarette an. Den Beamten war klar, dass der Patient das Krankenhaus sofort wieder betreten würde, sobald sie weg seien. Also sprachen sie einen Platzverweis aus.

Den ignorierte der Mann allerdings, weshalb ihn die Polizisten in den Streifenwagen verfrachteten. Dort fing der Mann an, die Beamten als Schweine, Hunde, Penner und Arschlöcher zu betiteln.

Für sein Verhalten sollte der Mann am Mittwoch dem Strafrichter im Amtsgericht Kamen gegenüber treten. Doch auch nach angemessener Wartezeit fehlte jede Spur vom Angeklagten. Fünf Mal war er in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten, immer wegen Diebstahls. Das Fehlen beim Gerichtstermin schützte den Mann nicht vor einem Urteil: 900 Euro Geldstrafe.

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