Fünf Kamener Feuerwehrleute waren schon in Quarantäne

dzCorona-Auswirkungen

Die Corona-Pandemie bedroht auch die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Kamen. Erste personelle Ausfälle hat es bereits gegeben. Die Sicherheit soll aber nicht gefährdet gewesen sein.

Kamen

, 15.11.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon in normalen Zeiten ist es für die Feuerwehr eine Herausforderung, die notwendigen Kräfte bei einem Feuer oder Unfall rechtzeitig zu mobilisieren. Wenn freiwillige Feuerwehrleute zum Beispiel auswärts arbeiten, stehen sie für Einsätze an ihrem Wohnort nicht zur Verfügung. Im Idealfall sind nach der Alarmierung mindestes neun Leute in speziellen Funktionen vor Ort, nach weiteren fünf Minuten insgesamt 16. Doch diese Schutzziele werden oft nicht erreicht, wie Feuerwehr-Chef Rainer Balkenhoff im Sommer bei der Vorstellung des Brandschutzberichts im Hauptausschuss des Stadtrats erklärte.

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Die Corona-Pandemie macht es der Freiwilligen Feuerwehr Kamen mit ihren 250 freiwilligen und 56 hauptamtlichen Feuerwehrleuten nicht einfacher, diese Schutzziele zu erreichen. Es drohen Ausfälle, falls Feuerwehrleute sich mit dem Coronavirus infizieren oder als Kontaktpersonen in Quarantäne gehen. Und dieses Szenario ist gar nicht so abwegig, wie eine Auskunft von Feuerwehr-Chef Rainer Balkenhoff und Feuerschutz-Dezernentin Hanna Schulze zeigt.

„Im Verlauf der Corona-Pandemie befanden sich bislang fünf Feuerwehr-Angehörige als Kontaktpersonen in Quarantäne, wobei die Kontakte nicht aus dem Bereich der Feuerwehr, sondern vielmehr aus dem privaten Umfeld der Betroffenen, stammten“, heißt es aus der Feuerwache. Infektionen von Angehörigen der Feuerwehr seien bislang nicht bekannt geworden. Die Sicherheit im Brandfall seit wegen der Situation nicht eingeschränkt gewesen.

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Die Feuerwache am Mersch ist ständig mit hauptamtlichen Feuerwehrleuten besetzt, die bei Einsätzen oft so etwas wie die Speerspitze bilden. Es kommt vor, dass freiwillige Feuerwehrleute ebenfalls Dienst auf der Wache verrichten. „Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr unterstützen die hauptamtlichen Feuerwehrwehrleute zurzeit wie üblich. Die Feuerwehr befindet sich aufgrund der stabilen personellen Situation im Regelbetrieb“, heißt es.

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