Freiheit in Deutschland und für Frauen: Termine im Haus der Stadtgeschichte

dzKultur Kreis Kamen und der Museumsförderverein

30 Jahre Mauerfall ist im Mai ein großes Thema im Haus der Stadtgeschichte. Veranstaltungen zum Thema Freiheit, über Gleichberechtigung und auch Filmvorführungen stehen an.

Mitte

, 25.04.2019 / Lesedauer: 3 min

„Wie überwältigend muss der Gewinn der Freiheit für Bürger der ehemaligen DDR gewesen ein, als die Mauer fiel und sie das Gefängnis, das ihr Land bis dahin gewesen war, nach Belieben verlassen konnten“, so kündigt der Museumsförderverein eine Reihe neuer Polit-Veranstaltungen an. „Für uns ist ganz normal, dahin gehen zu dürfen, wohin wir möchten. Wir haben uns so sehr an die Freiheit gewöhnt, dass sie vielen gar nicht mehr bewusst ist und es schwer ist, sich vorzustellen, wie es ohne sie wäre.“ Dr. Heinrich Wilhelm Drexhage und Klaus Holzer beschäftigen sich mit dem Thema Freiheit. Ihr Vortrag mit dem Titel „30 Jahre Mauerfall – Freiheit die ich meine?“ soll eine Diskussion anstoßen. Am Donnerstag, 2. Mai, werden sich Drexhage und Holzer ab 19.30 Uhr mit dem Freiheitsbegriff beschäftigen und ihn beleuchten. Holzer referiert über „30 Jahre Mauerfall“, Drexhage blickt anschließend bis in die Antike zurück und zeigt auf, wie zentral der Begriff Freiheit auch heute noch für das Grundgesetz in Deutschland ist. Die beiden wollen auf aktuelle Beispiele schauen und mit ihren Zuhörern diskutieren. Ein weiteres Thema der kostenlosen Veranstaltung, zu dem der Kultur Kreis Kamen alle Interessierten einlädt, soll überdies der Literaturpfad im Sesekepark sein. Die Autoren der Zitate werden behandelt.

Volkshochschule Kamen beschäftigt sich mit Mauerfall und Kaltem Krieg

Ebenfalls mit dem Mauerfall – allerdings unter einem anderen Gesichtspunkt – beschäftigt sich die Volkshochschule. An vier Abenden geht es um den Mauerfall und seine Vorgeschichte – dem vier Jahrzehnte andauernden Kalten Krieg, der aus internationaler Perspektive betrachtet werden soll. Die Reihe heißt „Wie die Mauer fiel – Eine Geschichte vom Ende des Kalten Krieges (1979 - 1991)“. Der erste Teil („Stille Beben im Iran“) wird am Montag, 6. Mai, um 19 Uhr im Haus der Stadtgeschichte angeboten, der zweite Teil („Der Renegat Ronald Reagan“) folgt am Montag, 20. Mai, 19 Uhr. An dem dritten Abend am Montag, 3. Juni, geht es um „Stille Beben in Polen“ und der letzte Termin, Montag, 17. Juni, trägt den Titel „Am Abgrund“. Im zweiten Semester soll die Vortragsreihe mit Ereignissen bis zum Mauerfall und dem Zusammenbruch der Sowjetunion fortgesetzt werden.

Mütter des Grundgesetzes: Neue Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte

Dass die verfassungsrechlichte Gleichstellung von Männern und Frauen im Grundgesetz verankert wurde, ist unter anderem vier Politikerinnen zu verdanken: Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Helene Weber und Helene Wessel. Eine Ausstellung über die Lebensbilder dieser Frauen ist vom 9. Mai bis zum 4. Juni im Haus der Stadtgeschichte zu sehen. Die Ausstellung organisiert das Haus der Stadtgeschichte in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und der Volkshochschule Kamen-Bönen. Dr. Elke Schüller eröffnet sie am Donnerstag, 9. Mai um 19 Uhr mit einem Festvortrag.

Freiheit in Deutschland und für Frauen: Termine im Haus der Stadtgeschichte

Helene Wessel, eine der „Mütter des Grundgesetzes“, am 8. Mai 1949 bei der Stimmzählung für die Abstimmung über das westdeutsche Grundgesetz. © picture-alliance / dpa

Begleitend dazu, zeigt das Kommunale Kino einen Film, in dem Iris Berben als Abgeordnete und Juristin für die Aufnahme des Satzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in das Grundgesetz der Bundesrepublik kämpft. Der Film „Sternstunde ihres Lebens“ läuft am Mittwoch, 22. Mai, um 20 Uhr im Haus der Stadtgeschichte. Der Eintritt kostet vier Euro.

Ein weiterer Termin im Kalender des Kultur Kreises Kamen ist die Jahreshauptversammlung am Samstag, 8. Juni, um 17 Uhr im Museumssaal. Der Förderverein feiert sein 20-jähriges Bestehen und begrüßt zur Feier des Tages Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung in NRW. Auch vormerken können sich Interessierte bereits den 10. August, an dem der Verein die Museumsfahrt nach Hannover antritt und das Museumsweinfest am 31. August.

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