Freibäder in Kamen und Bergkamen: Noch keine Prognose über den Saisonstart

dzGeschlossene Freibäder

Es gibt buchstäblich noch keinen Wasserstand, wann die örtlichen Freibäder öffnen werden. Sehr zum Verdruss von Schwimmfreunden, die sich gerne abkühlen würden. Die GSW geben keine Prognose ab.

Kamen

, 02.06.2020, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stell dir vor, es ist tagelang ein Wetter wie im Hochsommer – und die Freibäder sind geschlossen. In Kamen und Bergkamen benötigt es dafür wenig Vorstellungskraft. Denn in Zeiten von Corona ist das Realität. Und wohl auch noch für mehrere Tage.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir die Freibäder öffnen können“, sagte Timm Jonas, Sprecher der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen, am Dienstag. Eine Prognose, wann sowohl das Freibad Kamen als auch das Wellenbad in Bergkamen öffnen werden, gab er bewusst nicht ab. „Es gibt keine Prognose“, sagte er. Man könne zurzeit nicht sagen, ob es schon in den nächsten Tagen gelingen wird. „Aber wir wissen, dass die Leute wollen.“

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Bürgerin verwundert, dass das Freibad noch nicht geöffnet hat

Auch Brigitte Büllesbach will. Die Kamenerin wartet darauf, dass das örtliche Freibad öffnet. Schon seit einigen Wochen hat ihre Familie immer mal wieder vom Zaun aus einen Blick auf das Gelände geworfen – und sich gewundert, dass die Vorbereitungen auf den Start trotz Corona-Krise nicht schon früher erfolgten. Erst vorige Woche sei das letzte Becken befüllt worden. „Eine Öffnung schon zu Pfingsten wäre schön gewesen“, meint sie. Die Stadtwerke hatten zwischenzeitlich Sport-Abiturienten ermöglicht, das Hallenbad zu nutzen – für die Abi-Prüfungen.

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Ursprüngliche Planung: Öffnung zu Pfingsten

Die Stadtwerke hatten ursprünglich auch tatsächlich geplant, den Saisonstart auf Pfingsten zu legen. GSW-Chef Jochen Baudrexl hatte kurz nach dem Signal aus Düsseldorf, dass die Bäder wieder öffnen dürfen, gesagt: „Wir fahren unsere Systeme wieder voll hoch.“

Dabei hatte er schon skeptisch auf die kurze Vorbereitungszeit geblickt, die den Betreibern bis zur Eröffnung noch bleibt. Das Hochfahren der Systeme sei eine beachtliche Herausforderung, „da wir quasi bis Mittwoch nicht wussten, ob wir in diesem Jahr überhaupt die Bäder öffnen können“, so Baudrexl zu dem Zeitpunkt.

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Händeringend auf der Suche nach notwendigen Materialien

Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass die GSW den Pfingst-Termin nicht halten können. Sie kündigten den Saisonstart für Anfang Juni an. Nun könnte es einen weiteren Aufschub geben. „Es gibt noch keinen Wasserstand“, so Jonas am Dienstag zur geplanten Öffnung.

Zurzeit werde händeringend versucht, das notwendige Material zu organisieren – wie Desinfektionsmittel und sogenannte „Kundenstopper“: Schilder, die den Besucherstrom lenken sollen. „Wir brauchen zudem Infomaterial und Wegführungsartikel“, so Jonas. Die Herausforderungen, nach dem plötzlichen Signal, die Bäder öffnen zu dürfen, seien groß. „Denn auf die Artikel, die man benötigt, da stürzen sich alle Betreiber zurzeit drauf.“

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